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Max Verstappen bei virtueller F1: "Versenk Dein Auto mit Vollgas in der Boxenmauer!"

Virtuelle F1: Viel Chaos und ein Telefon-Joker

Verstappen: "Versenk Dein Auto mit Vollgas in der Boxenmauer!"

Max Verstappen und Lando Norris

Telefon-Joker: Max Verstappen "half" Lando Norris imago images

Max Verstappen gab dem jungen Kollegen Lando Norris ein paar zweifelhafte Tipps, Nico Hülkenberg stopfte sich in der Hoffnung auf die nötige Energie vergeblich mit Schokolade voll und verpasste nach 177 vergeblichen Versuchen auf der Strecke auch das virtuelle Formel-1-Podium: Im Kampf gegen die Langeweile in Zeiten der Corona-Pandemie hat der Große Preis von Bahrain in der Videospiel-Simulation "F1 2019" zwar für reichlich Unterhaltung gesorgt, von Ernsthaftigkeit war aber weit und breit keine Spur.

Das lag unter anderem daran, dass nur zwei aktive Formel-1-Fahrer - McLaren-Youngster Norris und Williams-Rookie Nicholas Latifi - an den virtuellen Start gingen. Die Stars wie Lewis Hamilton, Max Verstappen oder Sebastian Vettel hatten keine Lust, in den eigenen vier Wänden eine Simulation zu spielen, die nur wenig mit Realität zu tun hat. Stattdessen nahmen unter anderem der britische Sänger und Songwriter Liam Payne, Profigolfer Ian Poulter oder der sechsfache Bahnrad-Olympiasieger Chris Hoy teil.

Zu allem Überfluss verkam der "VirtualGP" dann auch noch zu einer kleinen Pannenshow. Aufgrund technischer Probleme wurde Norris immer wieder aus dem Spiel geworfen, der 20-jährige Brite, der das Event auf der Plattform Twitch streamte und seine Qualitäten als Entertainer unter Beweis stellte, verpasste das Qualifying - und startete von ganz hinten.

Mach den Computer aus und schau stattdessen eine Serie.

Max Verstappen zu Lando Norris

Deshalb griff er kurzerhand zu seinem Smartphone, wählte die Nummer von Verstappen und stellte auf Lautsprecher. "Hast du irgendwelche Tipps für mich?", fragte Norris. Red-Bull-Pilot Verstappen antwortete mit einem Grinsen: "Mach den Computer aus und schau stattdessen eine Serie."

Und Verstappen legte mit einem Augenzwinkern nach: "Brems nicht in der ersten Kurve, schalte alle aus, fahr dann eine Runde in die verkehrte Richtung und versenk dein Auto mit Vollgas in der Boxenmauer."

Dazu hatte Norris aber dann gar nicht mehr die Gelegenheit, das von 28 auf 14 Runden verkürzte Rennen fuhr über weite Strecken der Computer, der auch noch Platz um Platz aufholte. Am Ende konnte Norris doch noch für ein paar Runden die Kontrolle übernehmen und wurde Fünfter, knapp vor Latifi.

Und Hülkenberg? Der Emmericher verfolgte die Mission, bei seinem "Comeback" endlich mal aufs Podium in der Königsklasse des Motorsports zu fahren. Dafür hatte sich der ehemalige Renault-Pilot auch mehr oder weniger gut vorbereitet: "Ich habe eine große Tafel Schokolade gegessen."

Hülkenberg verursacht Crash - Sieg geht an Guanyu Zhou

Hülkenberg gab zu, mit wenig Erfahrung zu starten und nur ein bisschen Spaß haben zu wollen. Der 32-Jährige verursachte beim Start einen Massencrash und verfehlte als Elfter das Podium.

Den Sieg holte sich der chinesische Formel-2-Pilot Guanyu Zhou (Renault) vor Mercedes-Ersatzfahrer Stoffel Vandoorne (Belgien) und dem Österreicher Philipp Eng (Red Bull). Auch an den kommenden Sonntagen soll wieder als Ersatzprogramm für die abgesagten Rennen auf der Konsole gefahren werden - für die Fans heißt es dann wohl wieder: Spiel und Spaß statt fesselndes Racing.

sid

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