2. Bundesliga

HSV: Endzeitstimmung im Vorstand - Tage der Entscheidung für Hoffmann

Hamburger Aufsichtsrat unter Druck

Endzeitstimmung im HSV-Vorstand: Tage der Entscheidung für Hoffmann

Der HSV-Vorstand

Endzeitstimmung im Vorstand: Max-Arnold Köttgen, Bernd Hoffmann und Sportchef Jonas Boldt. imago images

Der Dissens besteht nicht nur zwischen Bernd Hoffmann und seinem Sportvorstand Jonas Boldt, sondern vor allem auch zwischen dem Boss und seinem Finanzvorstand Frank Wettstein. Nichts geht mehr. Eine Konstellation, die den Rat unter Druck setzt.

Bislang war ein "weiter so" die Maxime unter den Kontrolleuren, zumindest bis zum Sommer. Dann könnten die sportlichen Entscheidungen die Personalfragen erleichtern. Hoffmanns bis 2021 gültiger Vertrag beinhaltet eine Kündigungsklausel bei Nicht-Aufstieg. Doch völlig unabhängig davon, ob und wann die Spielzeit fortgesetzt wird, steht eine nun Entscheidung an.

Nach kicker-Informationen hat sich am Donnerstag vor allem Wettstein klar positioniert und aufgezeigt, dass tiefe Risse durch den Vorstand gehen. Worte, die offenbar angekommen sind, nachdem zahlreiche Signale zuvor unerkannt geblieben sind. Zunächst noch hatte Aufsichtsratsboss Max-Arnold Köttgen die drei Vorstände mit dem Auftrag aus der Sitzung entlassen, dass sie gemeinsam die Corona-Krise bewältigen sollten.

Mittlerweile sind Gesprächsankündigungen erfolgt. Den Vorständen wurde übermittelt, dass der Rat auf sie zukommen werde. Noch in dieser Woche könnten Entscheidungen fallen, und diese können fast nur in zwei Richtungen gehen: gegen Hoffmann. Oder gegen Boldt und Wettstein.

Sebastian Wolff