Tennis

French-Open-Verlegung sorgt bei Kohlschreiber und Struff für Unmut

Kohlschreiber und Struff kritisieren den Alleingang der Organisatoren

"Jeder denkt an sich" - French-Open-Verlegung sorgt bei DTB-Profis für Unmut

Philipp Kohlschreiber und Jan-Lennard Struff

Die deutschen Tennisprofis Philipp Kohlschreiber (li.) und Jan-Lennard Struff kritisieren den Alleingang der French-Open-Organisatoren. imago images

Es war eine Nachricht, die beinahe die gesamte Tennisszene auf dem falschen Fuß erwischte: Am vergangenen Dienstag entschieden sich die Organisatoren der French Open dazu, das Turnier erst im Herbst über die Bühne gehen zu lassen. Vor allem die Tatsache, dass die Entscheidung beinahe im völligen Alleingang gefällt wurde, stieß vielen Spielern sauer auf.

"Keine guten Neuigkeiten für den Tennissport"

So auch DTB-Profi Struff. "Ich habe von der Verlegung auch nur über die Sozialen Netzwerke erfahren, was ich schlicht unglaublich finde. Jeder Spieler wurde von der Verschiebung überrascht. Die French Open werden nun zur gleichen Zeit des Laver Cups stattfinden, der bereits ausverkauft ist. Das sind keine guten Neuigkeiten für den Tennissport", erklärte der Weltranglisten-38. gegenüber der RTL-/ntv-Redaktion.

Das hat es so noch nie gegeben.

Kohlschreiber über die Corona-Krise

Das bekannteste Sandplatzturnier der Welt soll aufgrund der Corona-Pandemie nun vom 20. September bis zum 4. Oktober über die Bühne gehen. Der erste Spieltag wird dabei nur sieben Tage nach dem Endspiel der US Open stattfinden - für die Profis eine bis dato noch unbekannte Herausforderung.

Struffs Davis-Cup-Kollege Kohlschreiber ist sich des Ausmaßes der Corona-Krise ebenfalls bewusst, wie er bei "Sky" betonte: "Wir sind alle extrem stark davon betroffen, das hat es noch nie gegeben. Es gibt keinen Feind, den man bekämpfen kann, er schwirrt irgendwo in der Luft herum oder es gibt Überträger."

Trotz der Ausnahmesituation hat auch der der 36-Jährige kein Verständnis für die Vorgangsweise des französischen Tennisverbandes: "Jeder denkt an sich. Es ist schade, dass es in der Krise, die wir jetzt haben, immer noch so ist."

kon