Handball

"Sitzen alle in einem Boot": Handball-Profis verzichten auf Gehalt

Verzicht liegt wohl bei rund 25 Prozent

"Sitzen alle in einem Boot": Handball-Profis verzichten auf Gehalt

Jogi Bitter

"Sprachrohr" der Handballer: Jogi Bitter. imago images

"Wir Spieler sind uns darüber bewusst, unseren Arbeitgebern helfen zu müssen, um diese schwierige Situation zu überstehen. Wir sitzen alle in einem Boot", sagte Bitter dem SID: "Es ist klar, dass auch wir Spieler unseren Teil leisten wollen."

Exakte Zahlen wollten Goal-Mitbegründer Bitter und Vorstand Marcus Rominger nicht kommentieren. Nach SID-Informationen liegt der Verzicht der Spieler bei rund 25 Prozent. Bei den individuellen Vereinbarungen geht es zunächst um den Zeitraum bis Ende Juni.

"Unsere Spieler sind sich ihrer Verantwortung bewusst. Für einige Klubs wird es brutal eng, die Arbeitsplätze im Berufssport sind in Gefahr. Auch über die aktuelle Saison hinaus", sagte Rominger. Bitter berichtete von "zielführenden Gesprächen" mit der HBL: "Es werden Lösungen gefunden, die für beide Seiten unter den gegebenen Umständen verträglich sind."

Rominger hofft auf weitere Hilfe durch den Staat

Die aktuelle Spielzeit ruht inzwischen seit knapp zwei Wochen, sie ist wegen der Coronakrise zunächst bis einschließlich 22. April ausgesetzt. Danach soll es nach Möglichkeit weitergehen. Rominger hofft dafür auch auf weitere Hilfe durch den Staat.

"Wir wissen in der momentanen Situation alle noch nicht, was uns noch alles erwartet. Aber wir haben volles Vertrauen in den Staat, dass er die Bedeutung des Spitzensports im Auge behält", sagte der 47 Jahre alte frühere Bundesliga-Profi: "Ich sehe die Politiker in der Pflicht, die Gesellschaft und damit auch die Arbeitsplätze am Leben zu halten."

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cfl/sid

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