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Rittner fordert mehr Zusammenhalt im Tennis: "Zeit, zusammenzurücken"

Das Coronavirus bringt den Spielplan durcheinander

Rittner fordert mehr Zusammenhalt im Tennis: "Zeit, zusammenzurücken"

Bundestrainerin Barbara Rittner

Hofft auf Lösungen "im Sinne der Spieler, der Sponsoren und Turniere": Bundestrainerin Barbara Rittner. picture alliance

Es war eine Entscheidung, die das gesamte Welttennis durcheinanderwirbeln sollte: Die Organisatoren der French Open entschieden sich dazu, ihr Turnier in den Herbst zu verschieben. Insbesondere die fehlende Kommunikation des französischen Tennisverbandes sorgte dabei bei vielen Beteiligten für Unmut und verstärkte anschließend den Ruf nach mehr Solidarität innerhalb des Tennissports.

"Es ist an der Zeit, dass die Touren der ITF, der WTA und der ATP endlich zusammenrücken", meinte nun auch Rittner im Interview mit dem SID. "Es geht darum, den Kalender für die Zeit, wenn es weitergeht, gemeinsam sinnvoll auszuarbeiten - im Sinne der Spieler, der Sponsoren und Turniere", führte die 46-Jährige weiter aus.

Es droht ein Terminchaos

Nach einer gemeinsamen Entscheidung der ATP und WTA ist der Spielbetrieb vorerst bis zum 7. Juni ausgesetzt - die gesamte europäische Sandplatzsaison fällt somit aus. Doch Rittner sieht in der aktuellen Situation auch eine Chance: "Wenn jetzt schon alles durcheinandergewürfelt wird, setzen sich die Verantwortlichen vielleicht zusammen an einen Tisch und schaffen etwas, was für die Spieler sinnvoller ist."

Momentan droht jedoch ein Terminchaos. Nach derzeitigem Stand würden die French Open nur eine Woche nach dem Ende der US Open beginnen, zudem kollidiert der neue Termin des Sandplatzturniers mit mehreren geplanten Events der ATP- (Metz, St. Petersburg, Chengdu, Sofia, Zhuhai) und WTA-Tour (Guangzhou, Seoul, Tokio, Wuhan und Tashkent).

Rittner: Jeder muss zurückstecken

Auch der von Roger Federer mitorganisierte Laver Cup ist vom neuen Termin der French Open betroffen - die Organisatoren teilten aber bereits mit, dass das Teamevent "nach jetzigem Stand wie aktuell geplant stattfinden" soll.

Dieser Problematik ist sich auch Rittner bewusst. "Man kann nicht immer alles haben", meinte die Deutsche daher in Richtung der Entscheidungsträger - jeder müsse in gewissen Bereichen zurückstecken. Aufgrund der aktuellen Lage darf man durchaus gespannt sein, ob sich die Hoffnungen der 46-Jährigen erfüllen werden.

kon

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