2. Bundesliga

St. Paulis Daniel Buballa appelliert: "Jede/r muss dazu beitragen!"

St. Paulis Verteidiger lebt den richtigen Umgang mit Corona vor

Buballas Appell: "Jede/r muss dazu beitragen!"

Daniel Buballa

"Ich achte sehr auf den nötigen Abstand": St. Paulis Kapitän Daniel Buballa. imago images

Je strikter sich alle Menschen an die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus halten, desto früher wird auch wieder Fußball gespielt. Diese Rechnung hat auch Daniel Buballa verstanden. "Ich versuche, so wenig Kontakt wie möglich zu anderen Menschen zu haben, und achte sehr auf den nötigen Abstand", erklärt der FCSP-Kapitän auf der Vereinswebsite. "Auf Besuche verzichte ich natürlich, so fahre ich auch nicht zu meinen Eltern in den Westerwald. Wir empfangen bei uns auch keinen Besuch, darauf muss man momentan einfach verzichten."

Die meiste Zeit verbringt der Verteidiger derzeit also mit der Familie in den eigenen vier Wänden. "Ich würde schon sagen, dass wir 90 Prozent des Tages zuhause sind und nur ganz selten mal rausgehen. Dann ist es ein Spaziergang mit unserer Tochter um den Block, damit sie ein bisschen an die frische Luft kommt, oder eine Runde mit dem Hund, der ja auch mal raus muss. Das war's dann aber eigentlich auch schon."

FC St. Pauli - Vereinsdaten

Gründungsdatum

15.05.1910

Vereinsfarben

Braun-Weiß

Spielersteckbrief Buballa

Buballa Daniel

FC St. Pauli - Die letzten Spiele
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abges.
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abges.

Ein Rad gegen den Lagerkoller

Auf die für einen Profifußballer in der Zwangspause dringend benötigte Bewegung kommt Buballa trotzdem. "Jeder von uns hat einen individuellen Trainingsplan erhalten. Neben verschiedenen Stabilisations-, Beweglichkeits-, Kraft- oder auch Yogaübungen auf der Matte steht für uns zudem noch ein intensiver Ausdauerlauf am Vormittag auf dem Programm", erklärt der 29-Jährige. Zudem wurde vom Kiez-Klub ein Spinning-Rad geliefert. "Das Rad habe ich im Wohnzimmer neben dem Sofa platziert, sodass ich beim Training fernsehen kann", verrät Buballa.

Dabei informiert sich der Linksfuß auch - aber nicht ausschließlich - über die aktuelle Corona-Lage. "Die täglichen Nachrichtensendungen am Abend schaue ich mir natürlich an, allerdings setze ich mich nicht den ganzen Tag mit der aktuellen Situation auseinander, sondern versuche, das Thema zwischendurch immer wieder auch mal auszublenden." Genau das sei gegen den Lagerkoller wichtig. "Wenn ich mich nicht bewegen kann, drehe ich nach zwei, drei Tagen schon durch. Weil ich aber laufen gehen oder auch das Rad nehmen kann, ist das nicht der Fall. Aktuell ist somit alles okay."

Jeder ist gefordert

Der Fußball, insbesondere das Mannschaftstraining fehlt dem gebürtigen Bergisch Gladbacher trotzdem: "Es fällt mir schwer, nicht Fußball spielen zu dürfen. Das habe ich so noch nicht erlebt. Auch ist es nicht leicht, mit der offenen Frage, wann es weitergeht und wann wir wieder Fußball spielen können, umzugehen."

Genau deshalb richtet Buballa einen klaren Appell an alle: "Jede/r Einzelne muss in der aktuellen Situation dazu beitragen, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet und die Ausbreitung des Virus verlangsamt wird. Die Gesundheit steht im Moment über allem anderen. Ich hoffe natürlich, dass es uns allen gelingt, die Situation gemeinsam zu meistern. Dann werden wir irgendwann auch wieder auf dem Platz stehen können - für unsere Fans und alle Fans in Deutschland."

Im Ticker: Coronavirus und der Sport

cru