Int. Fußball

Eklat in der Schweiz: Sion kündigt Spielern fristlos

Klubs üben Druck aus - Gewerkschaft beschwert sich

Eklat in der Schweiz: Sion kündigt Spielern fristlos

Kurzarbeit oder Kündigung: Der FC Sion greift zu harten Maßnahmen

Kurzarbeit oder Kündigung: Der FC Sion greift zu harten Maßnahmen. imago images

Wie der "Blick" am Donnerstag berichtet, habe Vereinspräsident Christian Constantin den Topverdienern der Mannschaft "aus guten Gründen" und "wegen höherer Gewalt" die Kündigung ausgesprochen.

"Wir sind all unserer Einkommen beraubt. Es ist uns untersagt, ihnen ihre Arbeitsleistung anzubieten und es ist ihnen untersagt, ihre Leistung zu erbringen", zitierte die Schweizer Boulevardzeitung aus einem Schreiben Constantins. Vom Verein gab es dazu am Donnerstag zunächst keine Stellungnahme.

Laut "Blick" soll Constantin vor der Kündigung versucht haben, die Spieler zur Kurzarbeit zu verpflichten. Diese hätten jedoch wegen der kurzen Frist bis Mittwoch um 12 Uhr das Schreiben nicht unterzeichnet. Laut der Zeitung wäre bei Kurzarbeit ein Lohnmaximum von 12.350 Franken vorgesehen.

"In dieser kurzen Zeitspanne war es unmöglich, die Sache seriös abzuklären. Und vom Klub war für Nachfragen niemand erreichbar. Was der FC Sion da gemacht hat, ist alles andere als korrekt", zitierte die Zeitung den Agenten eines Profis.

Laut des Berichts handelt es sich um den Ex-Hamburger Johan Djourou, Pajtim Kasami, Alex Song, Ermir Lenjani, Xavier Kouassi, Seydou Doumbia, Mickael Facchinetti, Christian Zock und Birama Ndoye.

Spielergewerkschaft kündigt Widerspruch an und kritisiert Klubs

Die Schweizer Spielergewerkschaft SAFP kündigte bereits Widerspruch an. Höhere Gewalt sei im Zusammenhang mit der Corona-Krise kein Argument. Die SAFP berichtet zudem, dass auch in anderen Vereinen zunehmend Druck auf Spieler ausgeübt werde. "Die einseitige Druckausübung, teilweise verbunden mit Androhungen, dass sonst keine neuen Verträge mehr abgeschlossen werden, ist nicht akzeptabel. Auch die kurzen Fristansetzungen zur Entscheidung sind befremdend", heißt es in einer Mitteilung vom 17. März.

In der Schweiz wurde bereits vor einigen Tagen die Notlage ausgerufen. Bis mindestens 30. April wird es keine Spiele in der Super League geben.

tru