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Hygiene im Auto: Schutz vor Corona

Ansteckungsgefahr minimieren - Reinigen und desinfizieren - Problem Mietwagen

Hygiene im Auto: Schutz vor Corona

Kranker Autofahrer

Krank am Steuer: Im engen Raum Auto besteht Ansteckungsgefahr. ampnet/ARCD

So mancher kommt sich in den Zeiten von Corona vor wie in einem Katastrophenfilm. Hätte man uns noch vor einem halben Jahr die Nachrichten von heute vorgespielt, wir hätten sie wohl für ein Szenario aus einem völlig unrealistischen Thriller gehalten.

Wer es bislang noch nicht verinnerlicht hat, lernt jetzt, wie wichtig gründliche Hygiene ist: So oft und so intensiv wie möglich Hände zu waschen beispielsweise. Aber auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs (Smartphone, Geldbeutel) immer wieder zu desinfizieren.

Schutzraum Auto

Zu solchen Gegenständen des täglichen Gebrauchs zählt auch das Auto. Für viele ist es jetzt wichtiger denn je: Den öffentlichen Verkehrsmitteln wird mit Misstrauen begegnet, stattdessen zieht man sich lieber in den Schutzraum des eigenen fahrbaren Untersatzes zurück, wenn man schon von A nach B fahren muss. Auch Carsharing- oder Mietwagenangebote werden als "gesündere" Alternative zu Bussen und Bahnen wahrgenommen.

Wie das Virus übertragen wird, wissen wir: Hauptsächlich über die so genannte Tröpfcheninfektion, also über die beim Husten oder Niesen emittierten Atemwegssekrete, die dann in den Körper anderer Personen gelangen.

Kontaminierte Oberflächen

Aber auch die Schmierinfektion spielt eine Rolle. Hier gelangen die "ausgehusteten" oder "ausgeniesten" Sekrete beziehungsweise die aus der Augenbindehaut entweder direkt oder über die Hände auf Oberflächen und kontaminieren diese.

Wie lange sich dadurch eine Infektionsgefahr ergibt, wird unter Fachleuten unterschiedlich diskutiert. Manche Experten gehen davon aus, dass infektiöse Coronaviren auf Oberflächen bis zu neun Tage lang ihr gefährliches Potenzial behalten.

Was also tun, um das Auto bestmöglich zur keimfreien Zone zu machen? Das fängt schon mit der einfachen und eigentlich selbstverständlichen Maßnahme an, keine vollgeschneuzten Taschentücher im Innenraum liegen zu lassen.

Tankdeckel nicht vergessen

Auch gilt es, jene Oberflächen, die man gemeinhin anfasst, immer wieder zu reinigen. Das Lenkrad also, den Schaltknauf, den Touchscreen, aber auch Türgriffe, Handschuhfach und - nicht vergessen - den Tankdeckel.

Die üblichen Desinfektionsmittel sind derzeit ohnedies kaum noch zu bekommen. Sie sind im Auto aber sowieso nur mit Vorsicht anzuwenden, da sie die empfindlichen Oberflächen angreifen können. Wer noch ein solches Mittel greifbar hat, sollte es vorsichtshalber zunächst an einer unauffälligen Stelle testen. Gleiches gilt für hochprozentige Alkohole.

Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bieten antibakterielle Reinigungsmittel oder Putztücher aus dem Supermarkt keine Vorteile, die gängigen Haushaltsreiniger würden ausreichen, heißt es. Auch Seife oder Cockpitreiniger leisten gute Dienste, sollten aber nicht unbedingt aufs Lenkrad oder den Schaltknauf aufgetragen werden, weil sie diese Teile rutschig machen können.

Handschuhe tragen

Schwieriger als beim eigenen Auto stellt sich die Hygienesituation beim Mietwagen oder Carsharing-Auto dar. Während Autovermieter ihre Fahrzeuge derzeit bestmöglich reinigen und desinfizieren, ist das beim nach Gebrauch abgestellten Carsharing-Fahrzeug nicht so einfach möglich. Hier hilft nur, sich selbst mit Hygieneprodukten zu bewaffnen und die problematischen Teile abzuwischen. Wer ganz sichergehen will, streift beim Fahren Handschuhe über.

Verantwortung zeigen

Zudem gilt es, auch gegenüber dem nachfolgenden Nutzer Verantwortung zu zeigen. Nicht mit Krankheitssymptomen ins Auto steigen also. Das Fahrzeug nur mit gründlich gewaschenen Händen benutzen. Und während des Gebrauchs - wenn es sich schon nicht vermeiden lässt - ausschließlich in Armbeuge niesen und husten.

ule