Bundesliga

Verbraucherzentrale NRW: Auch Dauerkartenbesitzern steht anteilige Erstattung zu

Was passiert mit den gekauften Tickets?

Verbraucherzentrale NRW: Auch Dauerkartenbesitzern steht anteilige Erstattung zu

Mönchengladbach

Ein Ticketschalter in Mönchengladbach. picture-alliance

Die Spieltage der Bundesliga sind zunächst bis 2. April abgesagt. Wenn Großveranstaltungen verschoben werden, gilt grundsätzlich: Hat man zum neuen Termin keine Zeit, kann die Karte zurückgegeben werden - der Eintrittspreis sowie gegebenenfalls die Vorverkaufsgebühr und Versandkosten müssen erstattet werden. Auch Dauerkartenbesitzern steht eine anteilige Erstattung zu, wenn sie zum neuen Termin verhindert sind.

In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Veranstaltern ist in den meisten Fällen geregelt, dass für die Rückerstattung automatisch das Zahlungsmittel verwendet wird, welches beim Kauf verwendet wurde. Sind Tickets etwa über Callcenter oder Onlineshops erstanden, werden diese also auf das Kundenkonto gutgeschrieben. Für Tickets, die bei den jeweiligen Gastmannschaften erworben wurden, ist der Gastverein Ansprechpartner. Fans sollten davon absehen, das Geld über ihre Bank zurückzufordern. Das erspart den Vereinen unnötige Zusatzkosten.

Rückzahlungsanspruch verjährt innerhalb von drei Jahren

Wer Karten in Vorverkaufsstellen erworben hat, bekommt in der Regel dort den Kartenpreis zurück. Beeilen muss man sich dabei nicht. Der Rückzahlungsanspruch verjährt innerhalb von drei Jahren. Für Fußballspiele, die wegen des Coronavirus ohne Zuschauer stattfinden sollten oder bei deren Verlegung man verhindert ist, kann man sich das Geld bis zum 31. Dezember 2023 zurückholen.

Dr. Mechthild Winkelmann, Pressereferentin bei der Verbraucherzentrale NRW