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Degenkolb: "Die Tour de France steht nicht über dem Wohl der Bürger"

Radprofi lässt es im Training ruhiger angehen

Degenkolb: "Die Tour steht nicht über dem Wohl der Bürger"

John Degenkolb

Er wird etwas kürzer treten: John Degenkolb. imago images

"Vor dem Hintergrund, dass mindestens vier Wochen keine Rennen stattfinden werden, macht es keinen Sinn, megahart weiter zu trainieren und den Körper quasi sinnlos weiter zu belasten", sagte der Fahrer vom Team Lotto-Soudal der FAZ.

Degenkolb, der Paris-Nizza auf Platz 17 abgeschlossen hat, erinnerte sich an das Rennen an sich und erklärte, dass es sich trotz Coronakrise "relativ normal angefühlt" habe. "Aber wenn man nach einer Etappe zum Teambus kommt und auf dem Handy sieht, wie sich die Nachrichtenlage verändert hat nur während der fünf Stunden, die wir auf dem Rad saßen, war das schon befremdlich."

Wie es mit seiner Form oder gar dem Radsport allgemein weitergeht, konnte Degenkolb nicht sagen. "Wir hängen komplett in der Luft. Es lässt sich in der aktuellen Situation nicht wirklich weiter als eine Woche vorausschauen", so der 31-Jährige, der auch eine Absage der Tour de France nicht ausschließt: "Aktuell ist alles denkbar. Auch die Tour steht nicht über dem Wohl der Bürger."

drm