Bundesliga

Revierderby vor 80 Leuten? BVB-Boss Watzke: "Wäre vertretbar gewesen"

BVB-Geschäftsführer hält nichts von Trainingsverbot

Revierderby vor 80 Leuten? Watzke: "Das wäre vertretbar gewesen"

Hans-Joachim Watzke

Geht nicht davon aus, dass Fans bald wieder in den Stadien sein werden: Hans-Joachim Watzke. imago images

"Ein normales Fußballspiel werden wir sehr lange nicht mehr erleben. Wenn wir in dieser Saison noch einmal spielen, dann werden es Geisterspiele sein. Das ist völlig klar", sagte Watzke am Sonntag in der "Sportschau". Ohnehin sei nicht klar, wann es mit dem Fußball weitergehen könne.

Der 60-Jährige wies auch darauf hin, dass die Absage der Bundesliga an diesem Wochenende nicht zwingend die einzige Lösung gewesen wäre. "Der Fußball hat alles getan, um eine Risikominimierung vorzunehmen", betonte Watzke und wies mit Blick auf das ausgefallene Revierderby auf den großen wirtschaftlichen Schaden hin: "Wenn wir das Derby gespielt hätten, dann wären noch 80 Leute im Stadion gewesen. Das wäre eine vertretbare Situation gewesen und hätte die Liga um 75 Millionen Euro entlastet."

Von einem Verbot des Trainingsbetriebs, wie es in Österreich angeordnet wurde, hält Watzke nicht viel, das sei nicht zielführend. "Das kann nicht sinnvoll sein. Wir müssen ja irgendwann zur Normalität zurückkehren. Wir sollten es auch nicht übertreiben. Die Gesundheitsgefahr für eine Profi-Mannschaft würde ich als nicht so gravierend einstufen. Wir sollten nicht das Kind mit dem Bade ausschütten", meinte Watzke und prognostizierte: "Wenn es so kommt, dass wir die Bundesliga abbrechen müssen, dann wird es für einige Klubs sehr, sehr schwierig."

drm