Formel 1

Formel-1-Sportchef Brawn: "Verlorene Rennen" wieder unterbringen

Boss Carey vorsichtig über mögliche Kalenderänderungen

Wann startet die Formel 1? Brawn und die "verlorenen Rennen"

Formel-1-Sportchef Ross Brawn im Albert Park in Melbourne.

Formel-1-Sportchef Ross Brawn im Albert Park in Melbourne. imago images

"Wir haben Pläne, die Saison wieder aufzubauen, und wir versuchen, so viele der verlorenen Rennen wie wir nur können unterzubringen", erklärte der frühere Technikchef von Michael Schumachers Ferrari-Team. Brawn war auch maßgeblich in die Absage des Australien-Rennens am Sonntag involviert. Zuvor war schon der Große Preis von China am 19. April verschoben worden.

Saisonstart erst in Aserbaidschan?

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus und der Beschränkung für Massenveranstaltungen auch in Europa erscheint sogar erst der Grand Prix in Aserbaidschan am 7. Juni in Baku als möglicher Saisonstart. Die Menschen müssten nun "einige Toleranz" zeigen, was den Aufbau dieser Formel-1-Saison betreffe.

Formel-1-Boss Chase Carey hat sich zurückhaltend zu weiteren möglichen Rennabsagen geäußert. "Jetzt liegt unser Fokus auf den Angelegenheiten hier in Australien", sagte der US-Amerikaner am Freitag in Melbourne. Wenige Stunden zuvor war infolge eines nachgewiesenen Falls des Coronavirus bei einem McLaren-Mitarbeiter der Saisonauftakt abgesagt worden. "In sehr kurzer Zeit müssen wir uns den unmittelbar vor uns stehenden Veranstaltungen widmen."

Die Formel 1 will am Sonntag in einer Woche in Bahrain herumrasen. Wegen der Coronavirus-Krise wird dort aber bestenfalls vor leeren Rängen gefahren. Carey kam erst kürzlich aus Vietnam zurück, wo er sich mit den Organisatoren über die Grand-Prix-Premiere am 5. April in Hanoi beriet. Auch dort steht das Rennen infrage.

Carey: "Das sind herausfordernde Zeiten"

"In den nächsten Tagen werden wir uns natürlich mit den vor uns liegenden Events befassen", versicherte Carey. Man müsse auf die sich rasch ändernden Situationen reagieren. "Das sind herausfordernde Zeiten", sagte er.

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mas/dpa

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