Europa League

Frust bei Rode: "So dürfen wir nicht verlieren"

Eintracht Frankfurt: Fehlende Unterstützung als Negativfaktor

Frust bei Rode: "So dürfen wir nicht verlieren"

Sebastian Rode

"Das Leben sollte man nicht komplett tot legen": Sebastian Rode wünscht sich mehr Planungssicherheit und eine Aufrechterhaltung des Spielbetriebs. imago images

Die Erfolgsgeschichte der Eintracht in der Europa League, sie war stets auch eng verbunden mit der famosen Unterstützung der Frankfurter Fans. Unvergessen ist die Gruppenphase der letzten Saison, als die Heimspiele der Hessen zu wahren Festtagen gerieten und Gegner wie Lazio Rom (4:1), Marseille (4:0), Schachtar Donezk (4:1) oder Benfica Lissabon (2:0) zu Hause besiegt wurden.

Wer vor dem Geisterspiel gegen den FC Basel also Bedenken hatte, wie die Eintracht sich ohne die pushende Kulisse schlagen würde, konnte sich beim 0:3 bestätigt sehen. Ohne die nötige Durchschlagskraft, dafür mit einfachen Fehlern in der Defensive, verspielte die Elf von Adi Hütter eine gute Ausgangslage für den Einzug ins Viertelfinale. Sebastian Rode fand nach dem Spiel bei "DAZN" dementsprechend deutliche Worte: "Die Bedingungen waren nicht ganz einfach. Das gilt aber für beide. Unsere Fans sind normalerweise ein riesen Pluspunkt, die waren heute nicht da. Trotzdem dürfen wir nicht so verlieren."

Spielersteckbrief Rode

Rode Sebastian

Spielersteckbrief Sow

Sow Djibril

Rode: "Extrem schlecht verteidigt"

"Wir haben gar nicht so schlecht gespielt, haben in der zweiten Halbzeit aber zwei Kontertore kassiert, die extrem schlecht verteidigt waren - ein langer Ball, ein Doppelpass", beklagte sich Rode über das leichtfertige Verteidigen vor dem 0:2 und dem 0:3. In der Tat schien die Eintracht nicht in den bewährten Europapokal-Modus umschalten zu können.

Ein Umstand, den auch Djibril Sow ansprach, der nach 45. Minuten für Goncalo Paciencia ausgewechselt worden war: "Uns hat heute einiges gefehlt. Auch die Zuschauer. Das hat man gespürt." Sportdirektor Bruno Hübner, der sich "sehr enttäuscht" zeigte, bemängelte, die Eintracht habe "viele schlechte Entscheidungen getroffen". Zugleich formulierte er eine vage Hoffnung für das Bundesliga-Spiel gegen Mönchengladbach am Sonntag (15.30 Uhr): "Für unser Spiel am Sonntag hat uns das heute geholfen, um die richtige Einstellung zu finden und mit dieser seltsamen Atmosphäre klarzukommen."

Rode: "Es braucht auch positive Signale"

Die Entscheidung, das Spiel ohne Zuschauer durchzuführen, war erst am Mittwochnachmittag gefällt worden. Zwar wollte Rode die Umstände nicht als Entschuldigung für die Niederlage verstanden wissen, trotzdem äußerte er seinen Unmut unmissverständlich - und sprach sich für mehr Klarheit in der Causa aus: "Man versucht, sich auf den Fußball zu konzentrieren, man hat keine Planungssicherheit. Das muss schnellstmöglich geschehen. So kann man auch weiterspielen. Klar ist es nicht schön ohne Fans. Ich weiß aber nicht, was man sonst machen kann. Das Leben sollte man nicht komplett tot legen. Es geht weiter. So ein Virus ist nicht das Ende. Es braucht auch positive Signale. Für mich gibt es keinen Grund, alles lahmzulegen."

psz