Regionalliga

Auch Türkgücü vorerst ohne Zuschauer

Rätselraten um Erb

Auch Türkgücü vorerst ohne Zuschauer

Trainer Reiner Maurer

Trainer Reiner Maurer kann eigentlich sportlich zufrieden sein. Wären da nicht der Ärger um Erb und die Corona-Krise. imago images

Da wäre zum einen die Entscheidung, alle Heimspiele vorerst bis zum 19. April ohne Zuschauer stattfinden zu lassen, die nach einem Krisentreffen mit der Stadt München getroffen wurde. Türkgücü trägt seine Spiele ab diesem Jahr im Grünwalder Stadion aus, das 15.000 Zuschauer fasst. Für das Debüt in der neuen Spielstätte am Sonntag gegen Illertissen hatte der Verein 1.500 Zuschauer erwartet - und damit mehr als die Obergrenze von 1.000 Menschen, die das bayerische Gesundheitsministerium für Veranstaltungen im Zuge der Corona-Krise festgelegt hatte.

Der Verein hat vorschlagen, dass die komplette Liga vorerst ohne Zuschauer spielen solle - was aber nicht überall auf Zustimmung stößt. So hat sich der Fußball-Abteilungsleiter des SV Heimstetten, Stephan Rehme, in einem Interview mit dem "Merkur" gegen einen solchen Schritt ausgesprochen, sagt aber auch: "Sollte eine entsprechende Vorgabe vom Verband kommen, dann würden wir sie natürlich umsetzen." Derzeit gilt noch die Order des BFV, dass sich die Vereine mit den örtlichen Behörden abstimmen sollen.

Zum anderen sorgt die Nicht-Berücksichtigung von Führungsspieler Mario Erb für das Spiel am vergangenen Wochenende für Unruhe. Erb war vom ehemaligen Geschäftsführer Robert Hettich verpflichtet worden, von dem sich der Verein kürzlich getrennt hatte. Die Nicht-Berücksichtigung erfolgte auf Anweisung von Präsident Hasan Kivran. Über die Gründe hüllen sich die Verantwortlichen in Schweigen. "Bild" nennt die vorzeitige Abreise von Erb aus dem Trainingslager, um bei der Geburt seiner Tochter zu Hause zu sein als Hintergrund. Erb soll dem Bericht zufolge sogar gekündigt worden sein.

sam/mh