2. Bundesliga

Aue-Präsident Helge Leonhardt rechnet mit Saison-Abbruch

Klubboss erwägt Kurzarbeit

Aue-Präsident Leonhardt rechnet mit Saison-Abbruch

Helge Leonhardt

Rechnet nicht mit einem regulären Saisonende: Helge Leonhardt. imago images

"Ich gehe davon aus, dass die Saison nicht zu Ende gespielt werden kann", erklärte Helge Leonhardt angesichts der Ausbreitung des Coronavirus der dpa. "Sobald eine Person, die regelmäßigen Kontakt mit einer Mannschaft hat, erkrankt, muss das gesamte Team für zwei Wochen unter Quarantäne." Es sei sehr wahrscheinlich, dass sich Spieler anstecken, "und dann brechen der ganze Spielplan und der gesamte Spielbetrieb zusammen", so Leonhardt.

Bislang hat der deutsche Profifußball mit Geisterspielen auf die Coronavirus-Verbreitung reagiert. Aue ist mindestens am 22. März im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg davon betroffen. Leonhardt erwägt wegen der zu erwartenden finanziellen Einbußen drastische Einschnitte. "Man muss darüber nachdenken, übergangsweise Kurzarbeit einzuführen, um den Verein wirtschaftlich stabil zu halten. Das dürfte einige Klubs der Liga treffen." Auch Spieler und Trainer könnten von derlei Maßnahmen unter Umständen betroffen sein, so Leonhardt.

Am Mittwoch war in Timo Hübers von Hannover 96 der erste deutsche Fußballprofi positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Im Ticker: Coronavirus und der Sport

Im Überblick: Alle Geisterspiele durch das Coronavirus

jpe/dpa