Champions League

"Wir sind keine Idioten" - Spurs-Coach José Mourinho lobt RB Leipzig

Spurs-Coach beklagt erneut große Verletzungsprobleme

"Wir sind keine Idioten" - Mourinho lobt Leipzig

José Mourinho

Hatte beim 0:3 in Leipzig nicht viel Grund zur Freude: Spurs-Coach José Mourinho. Getty Images

"Wir wussten, dass es sehr, sehr schwer werden würde. Wir haben wirklich Probleme und waren nicht einmal ein richtiges Team. Wir waren eine Gruppe von Spielern, die uns für dieses Spiel zur Verfügung standen und wir haben versucht, daraus eine Mannschaft zu bauen. Aber Kane, Son, Sissokho, Bergwijn, Ben Davies, Davinson Sanchez - das ist einfach zu viel. Ich weiß, es ist unmöglich, aber ich wäre hier wirklich gerne mit diesen Spielern angetreten", spielte José Mourinho nach der Partie in Leipzig (0:3) bei "Sky" einmal mehr auf die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle der Spurs an.

Trotz der personellen Misere habe er aber durchaus noch Hoffnung auf ein Weiterkommen im Rückspiel gehabt. "Ich war schon sehr zuversichtlich. Wenn ich nicht mit Selbstvertrauen ankomme, brauche ich gar nicht mit dem Spiel anzufangen. Und das gilt auch für die Spieler. Wir sind keine Idioten, wir kennen unsere Grenzen, aber wir gehen jede Partie selbstbewusst und mit Optimismus an. Wenn das nicht so wäre, müssten wir zu Hause bleiben", meinte Mourinho, der zudem auch großes Lob für die Leipziger übrig hatte: "Aber man muss ihnen auch gratulieren, sie haben ein wirklich gutes Team, sehr physisch, intensiv. Ich mag sie sehr und glaube, dass sie eine gute Rolle im Viertelfinale spielen können."

Trainersteckbrief Mourinho

Mourinho José

Mourinho: "Hatte solche Situation noch nie"

Für den Rest der Saison 2019/20, die für Tottenham nun nur noch aus acht Premier-League-Spieltagen bestehen wird, ist der 57-Jährige indes weniger optimistisch: "Premier-League-Fußball ist auf einem hohen Level, Champions-League-Fußball auch. Man muss in seiner besten Verfassung sein, um wettbewerbsfähig zu sein. Aber wir stecken wirklich in Schwierigkeiten. Das ist eine Situation, die ich so noch nie hatte. Vor allem im Angriff haben wir kein Personal, die Gegner fühlen sich wohl gegen uns zu spielen, weil sie wissen, dass wir ihnen nicht wehtun können."

Daher sehnt Mourinho bereits jetzt den Sommer herbei: "Wir müssen sehen, dass wir schnell zum Saisonende kommen und uns wieder erholen. Und natürlich müssen wir uns dann auch verbessern - nicht nur mit den Spielern, die zurückkommen."

jom

Bilder zur Partie RB Leipzig - Tottenham Hotspur