Bundesliga

Gladbacher Geisterspiel - Eberl: "Uns wurde gesagt, wir müssen spielen"

Mönchengladbach bestreitet gegen Köln das erste Bundesliga-Geisterspiel

Eberl: "Uns wurde gesagt, wir müssen spielen"

Max Eberl

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl äußert sich zum Geisterspiel der Fohlen gegen Köln. imago images

Es wird das erste Geisterspiel in der Geschichte der Bundesliga sein, wenn sich die Fohlen und die Geißböcke am Mittwochabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) in der Nachholpartie des 21. Spieltages treffen. "Ist das fair?", fragt sich Eberl. "Ein Stück weit haben wir natürlich einen Nachteil, weil wir ein besonderes Heimspiel ohne Zuschauer bestreiten müssen", sagt er, fügt aber gleich an: "Es gibt Dinge, die sind wichtiger als Fußball."

Dennoch hadert der Gladbacher Sportdirektor. "Wir haben natürlich mit der Liga intensiv darüber diskutiert, ob es nicht sinnvoll ist, Spiele zu verlegen. Wir wollen ja, dass die Fans dabei sind." Einer Spielverlegung erteilte die DFL aber eine Absage. "Uns wurde gesagt, wir müssen spielen. Wir müssen den Spielplan einhalten."

Das trifft Borussia Mönchengladbach ins Mark.

Geschäftsführer Stephan Schippers zum Geisterspiel gegen Köln

Coach Rose versucht, "entspannt damit umzugehen", wohlwissend, "dass das keine einfache Situation wird". Im Fokus hat er die drei zu vergebenden Punkte, alles andere versucht er auszublenden. "Wir reden in der Kabine darüber, ohne in Hysterie zu verfallen." Rose will sich nur "auf das Spiel morgen konzentrieren". Und dafür wird er mit seiner Mannschaft "heute mal ins Stadion gehen, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Wir müssen uns selber auf den Punkt bringen in allen Bereichen, müssen das Spiel trotzdem hochmotiviert angehen und auf Spannung bleiben."

Schippers rechnet mit einem Ausfall von zwei Millionen Euro netto

Während sich Rose auf das Geschehen auf dem Rasen konzentriert, hat Geschäftsführer Stephan Schippers natürlich auch die finanzielle Seite des Geisterspiels im Blick: "Das trifft Borussia Mönchengladbach ins Mark." So wird das für die Gladbacher laut Schippers "pro Spiel nach unserer Rechnung zwei Millionen Euro netto ausmachen". Eine Spielausfall-Versicherung habe der VfL zwar, "aber diese Beträge sind nicht versichert". Die Fans werden den Eintrittspreis erstattet bekommen, versicherte Schippers, sind am Mittwochabend aber außen vor.

nik

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"Müssen uns der Situation stellen" - Gladbach vor dem Geisterspiel gegen Köln

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