Int. Fußball

Vor Leipzig-Spiel: Spurs-Trainer José Mourinho kritisiert Ndombelé

Spurs vor Leipzig-Rückspiel im Formtief

Mourinho kritisiert Rekordeinkauf Ndombelé: "Er hatte genug Zeit"

José Mourinho und Tanguy Ndombelé

Noch nicht auf einer Wellenlänge: José Mourinho und Tanguy Ndombelé. imago images

Den Totalzerfall haben die Spurs am Samstagabend so gerade noch abgewendet. Trotzdem befindet sich der Champions-League-Finalist des Vorjahres vor dem Rückspiel in Leipzig am Dienstag (21 Uhr, LIVE! bei kicker) in ganz schlechter Verfassung.

Mit vier Niederlagen in Serie (darunter das Hinspiel gegen Leipzig sowie das FA-Cup-Aus gegen Schlusslicht Norwich) war Tottenham nach Burnley gereist und präsentierte sich in Hälfte eins desolat. Einzig Hugo Lloris, der beim Gegentor von Burnleys Chris Wood nicht gut ausgesehen hatte, stemmte sich gegen einen höheren Rückstand.

Mourinho verschont das "Kind" Skipp und zielt nur auf Ndombelé

In der Halbzeit wechselte Mourinho doppelt, nahm das zentrale Mittelfeld-Duo Oliver Skipp und Tanguy Ndombelé raus - und veränderte tatsächlich das Spiel. Der eingewechselte Giovani Lo Celso war am Ausgleichstreffer von Dele Alli beteiligt, insgesamt entwickelte sich bei den Spurs in Abschnitt zwei zumindest mal ein Offensivspiel.

Für Mourinho war der Grund für die Leistungssteigerung sehr offensichtlich: "In der ersten Hälfte hatten wir kein Mittelfeld", erklärte der Portugiese und zielte explizit auf Ndombelé, den mit Abstand teuersten Neuzugang der Klubgeschichte. "Natürlich spreche ich nicht von Skipp, er ist ein Kind und gerade mal 19. Ihn kritisiere ich überhaupt nicht."

"Er muss wissen, dass ich ihm keine Einsatz-Möglichkeiten mehr geben kann"

Sehr wohl aber Ndombelé, der seit seinem Sommerwechsel für 60 Millionen Euro aus Lyon noch nicht zurechtkommt in Nordlondon. "Er hatte genug Zeit, sich an das Niveau zu gewöhnen. Ich weiß, dass die Premier League schwierig ist und manche Spieler viel Eingewöhnungszeit brauchen. Aber ein Spieler mit seinem Potenzial muss uns mehr geben als das, besonders wenn man sieht, wie Lucas (Moura, d. Red.), Lo Celsco und die anderen so spielen." Von Ndombelé, auch erst 23, habe er "mehr erwartet".

Dass Mourinho den Franzosen nun in Leipzig und darüber hinaus aufstellen wird, ist erst einmal unwahrscheinlich. "Er muss wissen, dass er besser werden muss und dass ich ihm keine Einsatz-Möglichkeiten mehr geben kann, weil das Team sehr viel wichtiger ist."

mkr