Bundesliga

FC Bayern München verlängert mit Trainer Hansi Flick bis 2023

Neuer Vertrag für Kovac-Nachfolger

"Dauerhaft Cheftrainer": FC Bayern verlängert mit Flick bis 2023

Hansi Flick ist und bleibt Trainer des FC Bayern München.

Hat die Bayern überzeugt: Trainer Hansi Flick. imago images

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hatte Flick zu seinem Geburtstag im Februar bereits ein vielsagendes Geschenk überreicht. "Für die, die nicht wissen, was da drin ist in dem roten Päckchen: Das ist ein Stift. Und mit Stiften unterschreibt man beim FC Bayern ja manchmal auch Papiere ..." Dies ist nun geschehen: Flick verlängert vorzeitig bis 2023.

Dies sei das Ergebnis "vertrauensvoller Gespräche" zwischen Rummenigge, Vorstand Oliver Kahn, Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Flick selbst, wie der FCB am frühen Freitagabend offiziell mitteilte. Die Bayern nutzten die derzeitige Fußball-Zwangspause inmitten der Corona-Krise also konstruktiv, um die Zukunft auf dem Trainerstuhl langfristig zu klären - unabhängig von Flicks Abschneiden in der aktuellen Bundesliga- und Champions-League-Saison.

"Seine menschlichen Qualitäten überzeugen, seine Empathie spricht für ihn"

"Der FC Bayern ist mit der Arbeit von Hansi Flick sehr zufrieden", erklärt Rummenigge. "Die Mannschaft hat unter ihm eine sehr gute Entwicklung genommen, spielt attraktiven Fußball, der sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt. Wir sind der einzige deutsche Verein, der noch in allen drei Wettbewerben vertreten ist. Dazu gefällt mir die Art und Weise, wie er die Mannschaft führt, seine menschlichen Qualitäten überzeugen, seine Empathie spricht für ihn. Der FC Bayern vertraut Hansi Flick - und wir sind davon überzeugt, dass wir mit ihm auch in der Zukunft unsere Ziele erreichen werden."

Flicks ursprüngliches Arbeitspapier als Co-Trainer - eine Rolle, die für ihn persönlich ohnehin nicht mehr infrage gekommen wäre - lief noch bis 2021. Zuletzt hatte es "einige Anfragen" (Flick) anderer Klubs auch aus der Premier League gegeben.

Flick: "Gespräche von großem gegenseitigem Vertrauen geprägt"

"Ich freue mich darauf, zusammen mit meinem Trainerteam und der Mannschaft die kommenden Aufgaben anzugehen", sagt Flick nach Gesprächen, die er als "sehr gut und von großem gegenseitigem Vertrauen geprägt" empfand. "Wir haben zusammen die Ausrichtung für die kommenden Jahre festgelegt. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam viel erreichen können."

Flick hatte das Amt nach der Entlassung von Niko Kovac Anfang November nach dem deutlichen 1:5 in Frankfurt übernommen, den Rekordmeister schnell wieder in die Erfolgsspur und auf Bundesliga-Platz 1 gebracht und auch in der Kabine viele Fürsprecher gewonnen. Insgesamt stehen bislang 18 Siege bei nur einem Remis sowie zwei Niederlagen in 21 Pflichtspielen zu Buche - genauso wie 67 erzielte Treffer. Im Sommer war Flick, der zwischen 1985 und 1990 ganze 104 Bundesliga-Spiele für die Bayern absolviert hatte, als Nachfolger von Co-Trainer Peter Hermann zu Kovacs Trainerteam gestoßen.

"Für den FC Bayern München ist es wichtig, dass ein Trainer auch die Philosophie des Vereins versteht. Hansi war Spieler beim FC Bayern, er war Co-Trainer. Jetzt wird er dauerhaft Cheftrainer. Das ist ein guter Weg", findet Kahn.

Auch für die Herausforderungen der Corona-Krise "der richtige Cheftrainer"

Und Salihamidzic betont: "Wir hatten ja von Tag eins an, als Hansi die Mannschaft übernahm, einen Plan, wie wir mit der Situation umgehen. Zunächst hat Hansi für zwei Spiele übernommen, dann bis Weihnachten, dann gab es die Vereinbarung, dass er bis Ende der Saison unser Trainer ist. Daran hat sich Hansi loyal und diszipliniert gehalten, das ist eine Qualität." Der Fußball stehe "vor großen Herausforderungen", so der Sportdirektor. "Wir glauben, dass Hansi auch der richtige Cheftrainer für diese Zeit ist."

jpe/tru

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