PES

"Solange die eFootball.Pro existiert, können wir Profis bleiben"

Die enorme Bedeutung einer Liga für die PES-Szene

"Solange die eFootball.Pro existiert, können wir Profis bleiben"

Eldridge O'Niel ist ein erfahrener PES-Profi, der seit Ende 2019 für Manchester United spielt.

Eldridge O'Niel ist ein erfahrener PES-Profi, der seit Ende 2019 für Manchester United spielt. Konami

"Manchmal scherze ich, dass ich zur Arbeit gehe, wenn ich trainiere. Denn obwohl, ich zu Hause bleiben kann, ist das jetzt mein Beruf", verrät Eldridge O'Niel. Der Niederländer spielt seit dieser Saison für Manchester United in der eFootball.Pro, ist aber schon seit vielen Jahren in der PES-Szene unterwegs und war bei ein paar der größten Turniere weltweit dabei. Damals sei es nicht mehr gewesen, als "ein Hobby mit dem man etwas Geld verdienen kann". Jetzt ist es "eine richtige Karriere". Mit dieser Einschätzung steht O'Niel nicht allein dar. Auch viele andere Spieler wie Guilherme 'GuiFera' Fonseca vom FC Barcelona sehen in PES aktuell einen realistischen Karriereweg. Der Brasilianer legte extra für die eFootball.Pro sein Studium auf Eis. Fonseca erklärt: "Mein Traum ist es, eSportler zu sein. Und aktuell lebe ich diesen Traum."

Sicherheit und Struktur

Es wäre falsch zu sagen, dass man erst seit der eFootball.Pro ein Vollzeit-PES-Profi sein kann. Früher waren die Spieler jedoch auf Preisgelder angewiesen. Die wenigen vorhanden eSport-Organisationen hatten schlichtweg kein Budget für große Gehälter und bei den Fußballvereinen war der Blick an dem Konkurrenzprodukt FIFA hängen geblieben. Die Abhängigkeit von Turnieren und Preisgeldern, beunruhigte die Spieler. Misslang eine Qualifikation für ein großes Turnier, kamen sofort die ersten Sorgen auf. "Es war sehr viel ungewiss", fasst Lotfi Derradji von AS Monaco die Situation zusammen. Der Franzose sieht die Professionalisierung durch die eFootball.Pro sehr positiv: "Es ist jetzt vieles besser. Es gibt Struktur und Sicherheit. Zudem können wir unsere Zeit besser planen, das betrifft Training und Freizeit." Als Spieler vom AS Monaco genießt er zudem die Vorzüge eines Vereins, der die Spieler aktiv in den Alltag einbezieht.

Ein langer Karrierewunsch

Ginge es nach 'Lotfi' und seinen Teamkollegen von Monaco, sie würden auch in 20 Jahren noch PES-Profis sein. Es ist schließlich ihre Passion und "warum aufhören, wenn man Spaß hat". Damit sie so weitermachen können, ist es aber instrumental, dass die eFootball.Pro oder ein ähnlicher Wettbewerb besteht. Auch Uniteds O'Niel hofft auf viele weitere Jahre im PES eSport. Deswegen kommt er zu dem Schluss: "Was die Liga uns ermöglicht hat, ist sehr wichtig. Solange die eFootball.Pro existiert, können wir Profis bleiben. Deswegen hoffen wir, dass sich der Wettbewerb immer weiter entwickelt." Von Saison eins zu Saison zwei ist Konami dabei bereits ein guter Schritt gelungen. Jetzt muss es nur noch so weitergehen.

Christian Mittweg