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Mourinhos Horror-Bilanz setzt sich fort - Dier attackiert Zuschauer

Spurs haben erhebliche personelle Probleme

Mourinhos Horror-Bilanz setzt sich fort - Dier attackiert Zuschauer

José Mourinho ist Trainer von Tottenham Hotspur.

Erneut ein Elfmeterschießen verloren: Spurs-Trainer José Mourinho. imago images

Wenige Tage vor dem vor dem Achtelfinalrückspiel in der Champions League bei RB Leipzig (Dienstag, 21 Uhr, Hinspiel 0:1) hat Tottenham unter Trainer José Mourinho den nächsten Rückschlag erlitten. Mit einem 2:3 i.E. flogen die Spurs am Mittwochabend vor heimischer Kulisse gegen das vom deutschen Trainer Daniel Farke betreute Norwich City um etliche Ex-Bundesliga-Profis wie Josip Drmic (Gladbach, Nürnberg) oder Lukas Rupp (Hoffenheim, Stuttgart) raus.

Dabei hatten die weiterhin personell gebeutelten Londoner (Kapitän Harry Kane fällt schon lange Zeit mit Oberschenkelmuskelriss aus, darüber hinaus fehlen auch Torwart Hugo Lloris oder Heung-Min Son) im Thriller sogar mit 1:0 geführt, ehe der Niederländer Tim Krul im Tor der Kanarienvögel im Anschluss gleich drei (!) Elfmeter der Spurs parierte.

Einen unter anderem vom erst 18-jährigen Jungspund und spät eingewechseltem Joker Troy Parrott, quasi dem aktuell letzten verbliebenen gelernten Stürmer im Kader. Über den hatte Mourinho bereits im Vorfeld mit klaren Worten gesagt, man müsse einem Talent wie diesem eigentlich Zeit geben: "Wir leben aber in einer Welt, in der viele Menschen einfach 'Troy, Troy, Troy' rufen und verlangen, er solle immer direkt von Anfang an spielen. Obwohl sie ihn nicht mal kennen - geschweige denn wissen, ob Troy lange oder kurze Haare hat. Sie kennen ihn einfach nicht." Parrott hat übrigens einen Kurzhaarschnitt sowie mittleren Bartwuchs.

Nur ein Elfmeterschießen geht an "Mou"

Kennen dürfte ihn Mourinho sicherlich besser - genauso wie seine noch schwächer gewordene Bilanz seiner Klubs in Elfmeterschießen. Denn inzwischen hat der 57-jährige Coach und zweimalige Champions-League-Sieger acht von neun entscheidenden Elfmeterschießen verloren: fünfmal mit Ex-Klub Chelsea, einmal mit Real Madrid, einmal mit Manchester United und nun mit Tottenham. Lediglich beim italienischen Klub Inter Mailand hat es einmal geklappt.

Dier attackiert Zuschauer

Nach dem Spiel, das laut Mourinho den FA Cup "fantastisch repräsentierte", konnte der Trainer allerdings einer Frage nicht entkommen - und zwar die zum Vorfall rund um seinen Schützling Eric Dier. Der 26-Jährige war in einen handfesten Eklat verwickelt. Der Spieler schritt nach dem Spiel, als sich laut übereinstimmenden Medienberichten ein "Fan" abfällig gegenüber dem kleinen Bruder von Dier geäußert hatte, über die Reihen eines Blocks hinweg mehrere Stufen nach oben - und knöpfte sich den Zuschauer vor. Es wurde von mehreren Zuschauern und Ordnern geschlichtet.

Mourinhos Meinung dazu: "Diese Person hat Eric beleidigt, genauso wie seinen jüngeren Bruder und die anwesende Familie. Natürlich war Eric darüber nicht erfreut - und natürlich dürfen wir als Profis nicht tun, was er getan hat. Das gehört meiner Meinung nach nicht zu diesem Spiel. Eric hat das gemacht, was man als Profi nicht tun darf - aber man wahrscheinlich manchmal gern tun würde. Außerdem frage ich mich, ob solche Fans, die nach dem Spiel nahe des Tunnels sind, wirkliche Fans von Tottenham sind."

mag

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