Regionalliga

SC Verl will Drittligaspiele im Heidewaldstadion austragen

Das eigene Stadion ist zu klein

SC Verl will Drittligaspiele im Heidewaldstadion austragen

Das Heidewaldstadion könnte bald Austragungsort von Drittligaspielen sein

Das Heidewaldstadion könnte bald Austragungsort von Drittligaspielen sein. imago iamges

Verl befindet sich auf einem guten Weg in die 3. Liga. Derzeit liegt die Mannschaft von Guerino Capretti in der Regionalliga West auf dem zweiten Platz. Da Tabellenführer SV Rödinghausen keine Lizenz für die dritthöchste Spielklasse beantragte, stehen die Chancen auf den Aufstieg nicht schlecht - Verl hat bei einem deutlich besseren Torverhältnis sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Rot-Weiss Essen.

Sollte der Sportclub die Relegation gegen den Nordost-Vertreter gewinnen, würde sich die Frage nach dem Austragungsort der Heimspiele stellen. Die aktuelle Spielstätte, die Sportclub-Arena, bietet mit einem Fassungsvermögen von rund 5.300 Personen nicht genügend Platz - die erforderliche Kapazität in der 3. Liga beträgt 10.001 Plätze.

Heimische Sportclub Arena bleibt für Verl weiterhin Option

Eine Option für Verl ist der Umzug ins Heidewaldstadion. Derzeit trägt dort der FC Gütersloh seine Heimspiele aus, der Oberligist hat dem SC nun Unterstützung angeboten und würde Verl die Austragung der Heimpartien im Heidewaldstadion ermöglichen.

"Wir freuen uns, dass die Stadt Gütersloh und der FC Gütersloh uns helfen wollen. Primäres Ziel bleibt die Ertüchtigung der Sportclub Arena für die 3. Liga. Wenn uns dies nicht gelingen sollte, ist Gütersloh für uns und auch für unsere Region die beste Lösung. Falls wir das schaffen, haben wir echte Heimspiele in einem traditionsreichen Stadion mit einer tollen Fußball-Atmosphäre", erklärte Verls Präsident Raimund Bertels auf der Vereinshomepage.

3. Liga im Heidewald ist für die Region eine tolle Sache.

FCG-Vorstandsmitglieder Kirschner, Kollmeyer und Delker

Auf Seiten Güterslohs steht man den Überlegungen Verls positiv gegenüber: "3. Liga im Heidewald ist für die Region eine tolle Sache. Da sind wir gerne dabei. Es ist aber auch eine Chance, zeitnah weitere Sanierungsmaßnahmen in unserem Stadion durchzuführen, die ja ohne Zweifel nötig sind", so die FCG-Vorstandsmitglieder Hans-Hermann Kirschner, Heiner Kollmeyer und Helmut Delker.

Viel zu tun im Heidewaldstadion

Um das Heidewaldstadion drittligatauglich zu machen, müssten in den kommenden Wochen und Monate allerdings noch einige Dinge adaptiert werden. Das Heidewaldstadion ist derzeit für etwa 8.400 Zuschauer zugelassen. Das Fassungsvermögen ließe sich durch bauliche Maßnahmen aber auf mindestens 10.001 Zuseher erhöhen. Zudem müsste wohl auch die Tribüne einem Umbau unterzogen werden.

"Es gibt viel zu tun und es ist natürlich auch eine große Herausforderung. Wir in Verl haben aber in den letzten Jahren viel gestemmt und gemeistert und das kann uns auch hier gelingen", gibt sich Bertels optimistisch. Zumindest der Unterstützung des FC Gütersloh darf sich der 52-Jährige sicher sein. "Gemeinsam mit der Stadt Gütersloh und dem Sportclub Verl werden wir versuchen, die Lizenzvoraussetzungen zu erfüllen, wovon unser Stadion auch nachhaltig profitiert", heißt es vonseiten des Oberligisten.

Sollten die Pläne der beiden Vereine realisiert werden, würden die Heimspiele im wöchentlichen Wechsel stattfinden. Als nächster Schritt steht zunächst aber einmal ein Gespräch der beiden Klubs mit dem DFB und der Stadt Gütersloh auf dem Programm.

kon