2. Bundesliga

1. FC Nürnberg: Jens Keller warnt vor Hannover 96

Nürnberg: Fragezeichen hinter Sorg und Mavropanos

Keller warnt vor Hannover - und hat viel Auswahl

Jens Keller beim Training des 1. FC Nürnberg

Die Qual der Wahl: Nürnbergs Trainer Jens Keller sieht einen ausgeprägten Konkurrenzkampf in seiner Mannschaft. imago images

Gemeinsam sind sie abgestiegen, gemeinsam bleiben sie in dieser Saison hinter den Erwartungen. Wenn Hannover 96 am Freitagabend zu Gast in Nürnberg ist, möchte der Club seinen Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortsetzen und den punktgleichen, aber um zwei Tore besseren Konkurrenten überflügeln. "Wir rechnen uns sehr viel aus und wollen den nächsten Heimsieg, nachdem es gegen Darmstadt nicht geklappt hat", sagt Jens Keller mit Blick auf das jüngste 1:2 vor zehn Tagen.

Die Aufgabe bezeichnet Nürnbergs Trainer nicht ohne Grund als "schwierig", seine Gegneranalyse hat ergeben: "Hannover hat sehr viel Erfahrung im Spiel und sehr gute Einzelspieler. Sie haben auch das Problem, dass sie als Mannschaft nicht so zusammengefunden haben. Momentan sind sie auf einem guten Weg und wie wir im Aufwärtstrend." Kellers Fazit: "Das ist eine individuell sehr gute Mannschaft."

Spielersteckbrief Sorg
Sorg

Sorg Oliver

Spielersteckbrief Mavropanos
Mavropanos

Mavropanos Konstantinos

Trainersteckbrief Keller
Keller

Keller Jens

1. FC Nürnberg - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.05.1900

Vereinsfarben

Rot-Weiß

"Luxusproblem" auf mehreren Positionen

Das gilt in der Kaderzusammensetzung in weiten Teilen und für Zweitligaverhältnisse auch für den Club. Zwar steht hinter dem Einsatz der zuletzt angeschlagenen Oliver Sorg und Konstantinos Mavropanos noch ein Fragezeichen, ansonsten kann Keller aber bis auf den Langzeitverletzten Virgil Misidjan aus dem Vollen schöpfen. Rechts hinten zum Beispiel, wo Enrico Valentini die bisherige Stammkraft Sorg bedrängt. Angesprochen drauf, verweist Keller sofort auf eine andere Position, die gegenüberliegende linke Defensivseite: "Ich habe auch links ein Luxusproblem. Tim Handwerker spielt ein sehr gutes Jahr, Philipp Heise macht es im Training und wenn er reinkommt, auch gut."

Das lässt sich Position für Position wiederholen. In der Innenverteidigung heißt die Formel "Aus vier mach zwei", wenn Mavropanos fit wird. Georg Margreitter, Asger Sörensen und Lukas Mühl kämpfen um den Platz daneben. Auf der Doppelsechs bedrängt Fabian Nürnberger nach seiner Sperre Johannes Geis und den zuletzt überzeugenden Patrick Erras. Offensiv sind allerdings Hanno Behrens, Michael Frey und Robin Hack gesetzt, den vierten Platz sicherte sich zuletzt Nikola Dovedan.

Doch auch dieses Quartett sollte sich nicht zu sicher sein, die Alternativen sind zahlreich und namhaft: Schleusener, Lohkemper, Ishak, Kerk, Zrelak. Ein Konkurrenzkampf, der sich nur positiv auf das Leistungsniveau auswirken kann. Zu beweisen ist das gegen Hannover, die Keller Elf-will ihren zehn Zählern aus sechs Partien 2020 drei weitere folgen lassen.

Frank Linkesch