Bundesliga

Bei Schmähungen: Schalker würden Dreistufenplan ignorieren

Statement des Vorstands

Bei Schmähungen: Schalker würden Dreistufenplan ignorieren

Am Dienstag ist der FC Bayern auf Schalke zu Gast.

Am Dienstag ist der FC Bayern auf Schalke zu Gast. imago images

Was soll künftig passieren, wenn es in Stadion zu Schmähungen kommt? Diese Frage stellten sich nach den Vorfällen am Samstag in Sinsheim auch die Schalker Verantwortlichen - mit einem klaren Ergebnis.

"Sollten am kommenden Dienstag (3.3.) im Pokalspiel gegen den FC Bayern München, beim Spiel gegen die TSG Hoffenheim (7.3.) oder auch bei zukünftigen Spielen derartige Vorkommnisse in der Veltins-Arena sichtbar werden, wird unsere Mannschaft den Platz verlassen - ungeachtet der Spieldauer, des Resultats oder etwaiger Konsequenzen", heißt es in einer Stellungnahme des Vorstands um Alexander Jobst, Peter Peters und Jochen Schneider.

"Vielleicht brauchen wir einen Einstufenplan: Ein Transparent - Spielabbruch!"

Schneider hatte schon am Samstag den Dreistufenplan des DFB infrage gestellt, der vorsieht, bei Schmähungen im Stadion erst die Partie zu unterbrechen und eine Stadiondurchsage zu veranlassen, in einer etwaigen zweiten Stufe die Spieler in die Kabine zu schicken und im letzten Schritt notfalls die Partie abzubrechen.

"Wahrscheinlich ist dieser Dreistufenplan auch nicht die Lösung", hatte Schneider gesagt. "Vielleicht brauchen wir einen Einstufenplan: Ein Transparent - Spielabbruch!" Genau diese Politik scheinen die Schalker nun für ihre eigenen Heimspiele vorzusehen.

"Wir werden die Verursacher dieser Diffamierungen ausgrenzen"

"Der FC Schalke 04 legt Wert darauf, eines unmissverständlich klarzustellen: Wir distanzieren uns ganz klar von derartigen Plakaten, diffamierenden Äußerungen und persönlichen Beleidigungen und akzeptieren keinerlei Bagatellisierung", heißt es in dem Schreiben vom Sonntag außerdem. "Wir werden dieses Verhalten gemäß der Stadionordnung konsequent ahnden, die Verursacher dieser Diffamierungen ausgrenzen."

Schneider & Co. schließen mit den Worten: "Unabhängig davon führen wir wie bisher Gespräche mit allen Fangruppierungen mit dem klaren Ziel und der Erwartung, dass sie solches Fehlverhalten nicht tolerieren, geschweige denn unterstützen. Die Werte unseres Vereins und des Leitbilds, das wir uns selbst gegeben haben, lassen keinerlei Spielraum für Toleranz angesichts von Hass, Intoleranz und Diffamierung."

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jpe