Bundesliga

DFB-Präsident Keller fordert Durchgreifen gegen Chaoten

DFB-Präsident sieht den Fußball "am Tiefpunkt"

Keller: "Gegen diese Chaoten muss durchgegriffen werden"

DFB-Präsident Fritz Keller

"Wir sind am Tiefpunkt angekommen": DFB-Präsident Fritz Keller. imago images

"Wir haben Hassbilder und Neid in unserer Gesellschaft und jetzt auch im Fußball. Wir müssen jetzt alle an einem Strang ziehen. Jetzt muss durchgegriffen werden. So geht es nicht mehr weiter", sagte Keller am Samstagabend im ZDF-Sportstudio nach den erneuten Beleidigungen gegen Hopp in Sinsheim, Dortmund und Köln.

Dabei räumte der DFB-Präsident auch Fehler ein: "Manche haben Recht, wenn sie sagen, wir hätten viel früher durchgreifen müssen und das einfach nicht zulassen dürfen."

Die Fan-Aktionen als Protest gegen die DFB-Kollektivstrafe gegen Dortmunder Anhänger lässt Keller nicht gelten: "Der Teilausschluss war auf Bewährung ausgesprochen worden. Wenn man gegen eine Bewährung verstößt, dann wird es rechtskräftig", sagte er. Dem Gericht sei daher "gar nichts anderes übriggeblieben".

Gegen diese Chaoten, die nichts mit Fußball zu tun haben, muss durchgegriffen werden. So geht es nicht mehr weiter im Fußball.

DFB-Präsident Fritz Keller

Keller lobte die Reaktion der Beteiligten in Sinsheim. "Durch diese Solidarität dieser beiden Mannschaften haben sie ein Stückweit die Verantwortung vom Schiedsrichter weggenommen", sagte der 62-Jährige: "Aber vor allen Dingen haben sie den Chaoten nicht das gelassen, was sie wollten, nämlich das Spiel zu zerstören und Macht über das Spiel zu haben. Das finde ich großartig. Vielen Dank an die Akteure, die in die Kurve gegangen sind."

Keller forderte nun ein gemeinsames Vorgehen: "DFB, DFL, Vereine, wir müssen alle an einem Strang ziehen. Gegen diese Chaoten, die nichts mit Fußball zu tun haben, muss durchgegriffen werden. So geht es nicht mehr weiter im Fußball." Es brauche nun "ein Zeichen gegen Hass und Neid in der Gesellschaft".

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ski/dpa/sid

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