2. Bundesliga

SV Sandhausens Trainer Uwe Koschinat: "In der Kabine stimmt es"

Sandhausen hat die Grundtugenden verlernt - Nauber kehrt zurück

Koschinat: "In der Kabine stimmt es zu 100 Prozent"

Sandhausens Trainer Uwe Koschinat

Sandhausens Trainer Uwe Koschinat will seine Mannschaft im Ruhrpott von Beginn an hellwach und kämpferisch sehen. imago images

Nach dem 0:2 gegen Karlsruhe ist die Stimmung am Hardtwald am Tiefpunkt. Die Negativserie enttäuscht umso mehr, weil sich der Blick nach zuvor neun Spielen ohne Niederlage nach oben richtete und die erste sorgenfreie Saison erwartet wurde. Doch jetzt ist Relegationsplatz 16 nur noch drei Punkte entfernt.

Koschinat: "Die Spieler jammern nicht"

"Ich habe zahlreiche Gespräche geführt", so Koschinat am Donnerstag. "In der Kabine stimmt es zu 100 Prozent, die Spieler jammern nicht, sie nehmen die Situation an."

Es fehlt mitunter an Einsatz, Zweikampf- und Laufbereitschaft

Gegen den KSC zeigten sie aber ein anderes Bild. Vor allem jene Tugenden, die dem Klub das Überleben in der 2. Liga gesichert haben, scheinen verloren gegangen zu sein, seitdem die Koschinat-Elf versucht, feinen Fußball zu spielen. Einsatz, Zweikampf- und Laufbereitschaft, wie vor dem Derby gegen den KSC eindringlich gefordert, zeigten die Spieler erst, als sie schon mit 0:2 im Rückstand waren. Die Verunsicherung hat von Niederlage zu Niederlage zugenommen.

Am Sonntag steht die Partie beim VfL Bochum an, der zuletzt mit dem 2:1 in Dresden Selbstvertrauen tankte und mit nur einem Zähler Rückstand auf Rang 13 zwei Plätze hinter Sandhausen rangiert. Koschinat will seine Mannschaft im Ruhrpott von Beginn an hellwach und kämpferisch sehen. "Wir brauchen eine hohe Aktivität in der erste Spielphase", fordert der 48-Jährige.

Nauber kehrt zurück

Bis auf die Langzeitverletzten Markus Karl und Erik Zenga (beide Reha nach Kreuzbandriss) stehen ihm alle Spieler zur Verfügung. Auf den Platz zurückkehren wird Innenverteidiger Gerrit Nauber, der zuletzt wegen einer Erkrankung pausierte.

Einen Mutmacher gibt es zudem für Sandhausen aus der Statistikecke: Einzig Bochum ist seit drei Spielen vor eigenem Publikum punktlos.

mas/cw