Bundesliga

Rangnick-Berater widerspricht Klinsmann

Warum sagte Rangnick Hertha BSC ab?

Rangnick-Berater widerspricht Klinsmann

Ralf Rangnick in Berlin - davon träumte Jürgen Klinsmann im November 2019.

Ralf Rangnick in Berlin - davon träumte Jürgen Klinsmann im November 2019. picture alliance

Es ist ein besonders brisanter Teil des seitenlangen Protokolls, das Jürgen Klinsmann über seine kurze Zeit in Berlin anfertigen ließ und das am Mittwoch für jede Menge Wirbel sorgte: Kurz vor seinem eigenen Engagement als Interimstrainer will Klinsmann versucht haben, Ralf Rangnick als neuen Hertha-Chefcoach zu gewinnen.

"Anruf bei Ralf Rangnick, der bereits zwei Mal (Hoffenheim und Leipzig) solche Aufgaben erfolgreich umgesetzt hat", ist in dem tagebuchartigen Dokument, das "Sportbild" am Mittwoch veröffentlichte, am 25. November 2019 notiert. "Rangnick teilt unmissverständlich mit, dass er das Projekt Berlin spannend findet, in einer Konstellation mit Michael Preetz als sine Vorgesetzter jedoch niemals kommen würde."

Berater Kosicke: Rangnick-Absage hatte nichts mit Preetz zu tun

Dieser Darstellung widerspricht Rangnicks Berater nun. "Ja, Jürgen Klinsmann hat - und zwar, bevor er Trainer bei Hertha BSC wurde - bei Ralf Rangnick angerufen und angefragt, ob er sich vorstellen könne, Trainer bei Hertha zu werden", bestätigte Marc Kosicke in der "Bild" zwar.

Aber: "Ralf Rangnick hat in diesem Gespräch dann auf seinen laufenden Vertrag bei RB Leipzig verwiesen und klargemacht, dass solche Überlegungen daher ausgeschlossen sind. In keiner Weise hat Ralf davon gesprochen, dass er ein Engagement ausschließt, weil Michael Preetz dort Geschäftsführer Sport ist und damit sein Vorgesetzter wäre."

Preetz, der in dem Protokoll besonders heftig und oft kritisiert wird, hatte am Mittwoch darauf verzichtet, auf die einzelnen Anschuldigungen einzugehen, aber trotzdem deutliche Worte gefunden.

jpe

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