Eishockey

NHL: Aushilfstorhüter David Ayres - vom Eismeister in die Hall of Fame

NHL: Ehrung für den 42-Jährigen in Carolina

Aushilfs-Torhüter Ayres: Vom Eismeister in die Hall of Fame

David Ayres

Plötzlich berühmt: David Ayres. Getty Images

In Raleigh, der Hauptstadt des US-Bundesstaates, wurde Ayres am "David Ayres Tag" von Bürgermeisterin Mary-Ann Baldwin und North Carolinas Gouverneur Roy Cooper geehrt. Am Abend durfte der 42-jährige Kanadier beim Spiel gegen die Dallas Stars die Sirene bedienen, zu der die Hurricanes vor dem Spiel aufs Eis liefen. Zudem fuhr er die Eismaschine, die er normalerweise auch in Toronto bedient. Das Spiel verloren die Hurricanes aber diesmal mit 1:4 (0:3, 1:1, 0:0).

In den Tagen zuvor war Ayres bereits in zahlreichen Radio- und Fernsehsendungen zu Gast, etwa bei der Frühstückssendung "Today"-Show und der "Late Show" von Stephen Colbert, den er sogleich in einem Gag vertrat, als der vorgab, sich verletzt zu haben. "Es hat nicht aufgehört, seit ich das Eis verlassen habe", sagte Ayres am Dienstag (Ortszeit) auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz, "es ist ganz sicher eine gute Zeit."

Auch sportlich hat Ayres Eindruck hinterlassen: Mit seinem Sieg ist er der älteste Torhüter der NHL-Geschichte, der sein Debüt in der besten Eishockey-Liga der Welt gewann. Sein Schläger aus dem Spiel wurde in die Hockey Hall of Fame geschickt, sein Trikot ist ein Bestseller, zumal ein Teil der Einnahmen an die National Kidney Foundation geht. Ayres hatte 2004 eine Niere von seiner Mutter gespendet bekommen.

Am Donnerstag wird Ayres nun wieder normal arbeiten - doch schon am Samstag wird er bei der Partie der Toronto Maple Leafs gegen die Vancouver Canucks wieder als Notfall-Torhüter bereitstehen.

dpa