Bundesliga

Jubilar Baier: "Das war mir gar nicht bewusst"

Rekordspieler trug bereits zum 350. Mal das Trikot des FCA

Jubilar Baier: "Das war mir gar nicht bewusst"

Daniel Baier

Augsburger Rekordmann: Daniel Baier. imago images

Als er nach der Partie darauf angesprochen wird, spricht die Überraschung aus dem Blick des Rekordspielers. "Das war mir vor dem Spiel gar nicht bewusst", so Baier nach der Niederlage des FCA beim Spitzenklub aus dem Westen, gegen den seine Mannschaft "ganz gut ins Spiel gekommen" war. Defensiv sei lange alles im Lot gewesen. Nur offensiv war es einfach zu wenig. Man habe viele Offensivaktionen geboten bekommen. "Aber dann kam der letzte Pass nicht an, oder der Abschluss war nicht gut genug, um ein Tor zu schießen. Das müssen wir uns ankreiden."

Eine Sichtweise, die sein Trainer mit ihm teilt. "Wir hatten uns gut auf Leverkusen eingestellt", erklärt Martin Schmidt, dessen Spielplan phasenweise aufging. "Wir konnten den Gegner lange von unserem Tor ganz gut weghalten, haben viel gegen den Ball gearbeitet, waren aggressiv." Doch die eigentliche Stärke der bayerischen Schwaben, das Umschalten, wollte nicht wie gewünscht klappen. "Wenn wir Möglichkeiten hatten, waren wir zu unsauber", klagt der FCA-Trainer. "Wenn man in Leverkusen etwas holen möchte, muss man halt auch mal etwas machen." Nämlich aus dem Minimalen, das sich bietet, das Maximale rauszuholen.

Schmidt: "Unsere Tendenz stimmt nicht"

Es blieb beim besten Willen seiner Spieler. Anfangs nicht richtig, zum Ende der Partie hin besser, aber trotzdem nicht zufriedenstellend. Auch in den letzten 20 Minuten, in denen der FCA etwas gefährlicher wurde, aber nichts Zählbares herausspringen wollen. "Da waren wir mutiger, haben versucht, mehr nach vorne zu machen und kamen auch zu zwei, drei Torchancen. Wenn uns ein Tor gelungen wäre, dann wäre vielleicht noch etwas dringewesen. So war es aber zu wenig."

Durch die Niederlage und die positiven Ergebnisse der Konkurrenz ist der Abstand zur Abstiegsregion geschmolzen. Auf den Relegationsplatz sind es nur noch sieben Zähler. "Wir sind in einer Situation, die eigentlich solide ist. Zehn Punkte sind es auf den direkten Abstiegsplatz", erklärt Schmidt, der "weiß, dass sich das gut anhört und relativ gut aussieht. Aber die Tendenz ist auch, dass die Teams hinter uns, die bessere Phase haben als wir." Düsseldorf siegte in Freiburg, Köln in Berlin. "Unsere Tendenz stimmt nicht", sagt der Schweizer Coach. "Wir hatten zum Ende des Jahres eine gute Tendenz. Moment ist es etwas steinig. Es fehlen die Erfolgserlebnisse. Von hinten wird gedrängt. Wir müssen schleunigst sehen, zu punkten." George Moissidis

Georgios Moissidis

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