Eishockey

NHL: Ilya Kovalchuk wird von Canadiens nach Washington getauscht

Washington Capitals rüsten sich für die Play-offs

Kovalchuk künftig an Ovechkins Seite

Ilya Kovalchuk

Ilya Kovalchuk (in der Mitte) soll die Washington Capitals mit Blick auf die Playoffs verstärken. imago images

Die Kanadier gaben den Russen nach nicht einmal acht Wochen wieder ab. Im Gegenzug erhält der Rekordmeister einen Draftrecht der dritten Runde im nächsten Draft. Kovalchuk hatte sich bei den Canadiens sehr wohl geführt, erhält aber nun die Chance, bei einem Titelfavoriten womöglich den Traum von einem Stanley-Cup-Sieg zu verwirklichen.

Bei den Hauptstädtern wird der 36-Jährige, der 2001 als erster russischer Nummer-Eins-Draftpick der NHL-Historie Geschichte geschrieben hatte, nun gemeinsam mit seinem Landsmann und langjährigen Weggefährten Alexander Ovechkin auf Torejagd gehen.

Nachdem Kovalchuk im Sommer 2018 aus der russischen KHL zurück in die USA gekehrt war, hatte er anderthalb Jahre lang mit mäßigem Erfolg für die Los Angeles Kings gespielt. Mitte Dezember gaben beide Seiten die einvernehmliche Vertragsauflösung bekannt.

Zu Jahresbeginn hatten sich dann die Canadiens die Dienste des Russen gesichert, der unter anderem zwei Weltmeister-Titel und den Titel als bester Torjäger der NHL (2004, 41 Treffer für die Atlanta Trashers) in seiner Vita stehen hat. In der kanadischen Provinz Quebec blühte Kovalchuk auf und kam in 22 Einsätzen immerhin auf 13 Scorerpunkte. Nicht ausgeschlossen ist daher, dass der Rechtsschütze, der die Entscheidung, zu den Canadiens zu gehen, als eine der besten seiner Karriere bezeichnete, im Sommer nach Montreal zurückkehren könnte.

In Washington ist der Flügelstürmer nun Teil eines ambitionierten Teams: Die Mannschaft um Superstar Ovechkin steht aktuell auf Platz eins der Metropolitan Division und rechnet sich - nach dem Titelgewinn von 2018 - erneut Chancen auf den Stanley Cup aus. Nachdem das Team zuletzt durchwachsene Leistungen zeigte (sechs Niederlagen in den letzten zehn Partien), erhofft man sich von Kovalchuk in Washington "zusätzliche Kadertiefe und Flexibilität in der Offensive", wie es im offiziellen Statement des Vereins heißt.

kon

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