Wintersport

Nach Doping-Razzia: Loginow verzichtet auf Massenstart

Sprint-Weltmeister "nicht in einem optimalen psychischen Zustand"

Nach Doping-Razzia: Loginow verzichtet auf Massenstart

Alexander Loginow

"nicht in einem optimalen psychischen Zustand": Alexander Loginow (l.). imago images

Am Samstagmorgen hatte um 5.50 Uhr eine Sondereinheit der Polizei das Hotelzimmer Loginows durchsucht und Material beschlagnahmt, darunter seinen Laptop, sein Handy, Vitaminpräparate und Cremes. Loginow startete am Samstagnachmittag dennoch in der Staffel und lieferte als Schlussläufer bei Platz vier eine starke Leistung ab.

Die russische Botschaft in Rom erklärte derweil, dass nach vorläufigen Ergebnissen in dem Hotelzimmer keine Beweise für die Verwendung von Dopingmitteln gefunden worden seien. Der beschlagnahmte Laptop und die Telefone von Loginow und dessen Trainer würden aber weiter untersucht, hieß es. Ein Mitarbeiter der diplomatischen Vertretung werde ständig anwesend sein, um "die legitimen Rechte und Interessen der Russen zu gewährleisten und zu schützen", twitterte die Botschaft.

Russlands Verbandspräsident Wladimir Dratschew musste nach dem Staffel-Rennen nach russischen Medienberichten noch bis 1.00 Uhr morgens bei der Polizei Protokolle unterschreiben. Loginow, der auch unterschreiben musste, konnte das im Hotel tun. Er soll aber erst gegen 3.00 Uhr ins Bett gekommen sein.

dpa