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Nächster Radsportler gesteht im Rahmen der "Operation Aderlass" - Lang: "Habe gelogen"

Im Rahmen der Ermittlungen der Operation Aderlass

Nächster Radsportler gesteht - Lang: "Habe gelogen"

Pirmin Lang (Archivfoto von 2017)

Pirmin Lang, hier ein Archivfoto von 2017, hat gestanden, Kunde des mutmaßlichen Doping-Arztes Mark S. gewesen zu sein.

"Ich habe gelogen und bin für meine Taten verantwortlich", schrieb Lang (35), der seine Karriere 2017 beendet hatte, auf seinem privaten Twitter-Account. Lang gestand, "teil des Aderlass-Netzwerks" gewesen zu sein.

Lang startete seine Profikarriere im Jahr 2007, zwischen 2013 und 2016 fuhr er für das damalige Team IAM auf WorldTour-Niveau. Nach einem Jahr beim Schweizer Zweitligisten Roth-Akros beendete er am Ende der Saison 2017 seine aktive Karriere. 2014 nahm er an der Vuelta teil, im Jahr 2016 wurde er Schweizer Vize-Meister.

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere gründete er die Swiss Racing Academy, in der er junge Schweizer Talente an den Profi-Radsport heranführen wollte. Als Sportlicher Leiter wollte er die Nachwuchsfahrer "vor den Fehlern bewahren, die ich gemacht habe".

Diese Fehler kann er nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München im Zuge der "Operation Aderlass" nicht mehr geheim halten und ging deshalb mit seinem Geständnis an die Öffentlichkeit. Er zog die Konsequenzen aus seinem Fehlverhalten und erklärte mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt vom Profisport.

Damit hat ein weiterer ehemaliger Radsportler zugegeben, Teil des Doping-Netzwerks um Mark S. gewesen zu sein. Auch der ehemalige deutsche Sprinter Danilo Hondo hat bereits gestanden, auch der Österreicher Stefan Denifl hat Blutdoping zugegeben.

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jer