Bundesliga

Bayer Leverkusen blockt Leihe von Aleksandar Dragovic zu ZSKA Moskau ab

Leverkusens Innenverteidiger war mit ZSKA Moskau bereits einig

Bayer blockt Dragovic-Leihe ab

Aleksandar Dragovic

Aleksandar Dragovic trägt weiter das Trikot von Bayer 04 Leverkusen. imago images

Der Wechsel von Leverkusens Innenverteidiger Aleksandar Dragovic zum ZSKA Moskau ist geplatzt. Am Donnerstag fragte der Tabellendritte der russischen Premier Liga nach kicker-Informationen schriftlich beim Bundesligisten an, bekundete sein Interesse an dem österreichischen Nationalspieler und wollte die Konditionen abklopfen. Doch das Anliegen der Moskauer stieß auf taube Ohren. Bayer schob dem Wechsel, der auf Leihbasis bis zum Sommer dauern sollte, einen Riegel vor, blockte den Wechselwunsch aus sportlichen Gründen ab.

Für Dragovic, der im Hinblick auf die EM im Sommer unbedingt mehr Spielpraxis bekommen möchte und seine Wechselabsicht bereits im Herbst beim Verein und auch medial hinterlegt hatte, eine bittere Entscheidung. Schließlich möchte der 28-Jährige seinen Stammplatz im Team von Nationaltrainer Franco Foda nicht gefährden.

Die Ausgangsposition bei Bayer hat sich für Dragovic, der auch im allerdings nur losen Kontakt mit dem Moskauer Ligakonkurrenten FK Krasnodar stand, seit Ende Januar nochmal gravierend verschlechtert. War er bis dahin Innenverteidiger Nummer drei hinter den beiden Stammkräften Sven Bender und Jonathan Tah, so ist er in der internen Hierarchie durch den für 18 Millionen Euro von Vitoria Guimaraes geholten Edmond Tapsoba direkt auf den vierten Platz gerutscht. Tapsoba bestritt zuletzt drei Pflichtspiele von Beginn an und über 90 Minuten mit jeweils überzeugenden Leistungen und ist dabei, sich direkt als Stammspieler zu etablieren.

Leverkusens Handeln ist nachvollziehbar

Aus Leverkusener Sicht ist das Veto gegen die Dragovic-Leihe allerdings komplett nachvollziehbar, besäße man doch ohne Dragovic nur noch drei Innenverteidiger im Kader. Angesichts der Tatsache, dass Trainer Peter Bosz zuletzt wiederholt auf eine Dreierkette setzte, wäre ein Abgang Dragovics nicht zu verantworten gewesen. Erst recht, da der Klub weiterhin auf drei Hochzeiten tanzt und nach dem 2:1-Sieg am Donnerstag im Hinspiel gegen den FC Porto auch realistische Chancen besitzt, das Achtelfinale der Europa League zu erreichen.

Wechsel: Dragovic muss im Sommer einen neuen Anlauf nehmen

So wird Dragovic, dessen Vertrag im Sommer 2021 ausläuft, zumindest bis zum Ende dieser Spielzeit in Leverkusen bleiben müssen. Sollten sich die Vorzeichen - wovon nicht auszugehen ist - nicht diametral ändern, könnte der Abwehrspieler in ein paar Monaten erneut mit seinem Wechselwunsch vorstellig werden.

Stephan von Nocks

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