Europa League

Lars Bender über den VAR: "Das macht die Emotionen kaputt"

Schiedsrichter-Gespann sorgt gegen Porto für Irritationen

Bender über den Video-Schiedsrichter: "Das macht die Emotionen kaputt"

Schiedsrichter Slavko Vincic

Ja was denn nun? Schiedsrichter Slavko Vincic hatte einiges zu tun, zweimal sorgte der Videobeweis für Verwirrung. imago images

Zweimal traf Leverkusen am Donnerstagabend ins Tor des FC Porto und beide Male sorgte der Video-Schiedsrichter (VAR) für Irritationen - sowohl auf den Zuschauerrängen als auch auf dem Platz. "Man hebt uns fünfmal in den Himmel und drückt uns fünfmal wieder auf den Kopf", sagte Bayers Kapitän Lars Bender nach der Partie.

Zuvor hatte das Schiedsrichtergespann aus Slowenien den Führungstreffer durch Lucas Alario erst ab- und dann wieder anerkannt, der von Kai Havertz verschossene Elfmeter landete nach einem Eingriff der Video-Referees im zweiten Versuch doch noch im Netz. "Das macht ein Stück weit die Emotionen kaputt, gehört aber irgendwie leider dazu", sagte Bender.

Es ist scheiße, wenn du drei Minuten im Regen stehst und dich nicht bewegen kannst.

Kai Havertz über den Videobeweis

Kurios: Bei Alarios Tor intervenierte das Leverkusener Trainerteam und zeigte dem vierten Offiziellen an der Seitenlinie nach der Abseitsentscheidung die Szene auf einem Tablet. Ausschlaggebend für die Korrektur der Korrektur sei das wohl nicht gewesen, vermutete Bayer-Trainer Peter Bosz später. Dass die Offiziellen auf der Bank die Situation schneller überblickten als das VAR-Team, spricht allerdings Bände.

Havertz befürwortet den Videobeweis

Bei Havertz' Foulelfmeter waren die Unparteiischen schneller. Den ersten Fehlschuss ließen sie wiederholen, Portos Torhüter Agustin Marchesin hatte sich zu schnell von der Linie bewegt. "Ich bin ein Befürworter des Videobeweises", sagte Havertz, der im zweiten Anlauf doch noch traf. Allerdings bekannte er auch: "Es ist scheiße, wenn du drei Minuten im Regen stehst und dich nicht bewegen kannst."

Jim Decker