3. Liga

Preußen Münster erhält Preis für Zivilcourage

Positiver Umgang bei Rassismus-Vorfall wird geehrt

Preußen Münster erhält Preis für Zivilcourage

Spieler beider Mannschaften bei der Partie zwischen Preußen Münster und den Würzburger Kickers.

Für den Umgang rund um den Rassismus-Vorfall am vergangenen Freitag bekommt Preußen Münster nun eine Auszeichnung. imago images

"Wer schweigt, stimmt zu. Deshalb möchten wir Preußen Münster mit dem neugeschaffenen FLVW-Preis für Zivilcourage auszeichnen", gab Präsident Gundolf Walaschewski in einem offenen Brief an. Weiter hieß es darin: "Sie haben meine Präsidiumskollegen im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen und mich nachhaltig beeindruckt. Und das mit einer Tat, die auch heutzutage selbstverständlich sein sollte, dies aber nicht mehr ist."

Im Heimspiel gegen die Würzburger Kickers (0:0) hatte ein Anhänger der Münsteraner Affenlaute von sich gegeben und damit Gästespieler Leroy Kwadwo beleidigt. Der Täter wurde durch Fans für die Ordnungskräfte erkennbar gemacht, die auf den Täter zeigten. Im Anschluss wurde er dank der Mithilfe der Anhänger gestellt und festgenommen. Eine starke Aktion, wie später auch die Akteure befanden.

Vom Klub gab es obendrein ein bundesweites Stadionverbot von drei Jahren. In einer Stellungnahme stellten sich die Verantwortlichen ausdrücklich gegen Rassismus. "So ein Mensch hat bei uns hier nichts zu suchen", fand beispielsweise Trainer Sascha Hildmann.

kon/sid