2. Bundesliga

Dynamo Dresdens Verteidiger Chris Löwe: "Die anderen rennen nicht weg"

Harmlose SGD ließ gegen St. Pauli wichtige Punkte liegen

Dresdens Verteidiger Löwe optimistisch: "Die anderen rennen nicht weg"

Chris Löwe

"Die anderen laufen nicht weg": Dresdens Verteidiger Chris Löwe gibt sich trotz des harmlosen Auftritts gegen St. Pauli optimistisch. imago images

Auch mit etwas Abstand lässt sich der Auftritt der Dresdner beim 0:0 gegen St. Pauli nur schwer erklären. Gerade im Aufeinandertreffen mit einem direkten Tabellennachbarn - mit einem Sieg wäre die SGD bis auf zwei Punkte an die Kiezkicker herangerückt - hatten sich viele ein anderes Auftreten erhofft.

Vor allem in der ersten Hälfte war eine große Verunsicherung zu spüren, im Ballbesitz agierte die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski oftmals zu statisch.

2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Arminia Bielefeld
44
2
Hamburger SV
41
3
VfB Stuttgart
41
Dynamo Dresden - Vereinsdaten

Gründungsdatum

12.04.1953

Vereinsfarben

Schwarz-Gelb

Broll überzeugt gegen St. Pauli

"Jeder lange Schlag von mir war schon wieder ein Angriff für die Hamburger", sagte deshalb ein enttäuschter Kevin Broll nach der Partie. Der 24-Jährige trug vor allem in der ersten Halbzeit mit seinen Paraden dazu bei, dass die Dresdner am Ende hinten die Null stehen hatten und schaffte es deshalb auch in die "kicker-Elf des Tages" (kicker-Note 2).

Schwächster Angriff der Liga

Nach vorne agierten die Dresdner zu harmlos. Zwar verleiht das neue 4-2-3-1-System dem Team, das in den ersten 18 Spielen 34 Gegentreffer kassierte, durchaus Stabilität - in den ersten vier Partien nach der Winterpause spielte Dynamo dreimal zu null. Doch offensiv fehlen den Schwarz-Gelben nach wie vor zu oft die Ideen, in zwei dieser Spiele blieb der schwächste Angriff der Liga (20 Tore) ohne eigenen Torerfolg.

Von den Neuzugängen auf der Doppelsechs, Josef Husbauer und Ondrej Petrak, sowie aus dem zentralen Mittelfeld kamen zuletzt nur wenige Impulse. Auch der für den gelbgesperrten Patrick Ebert ins Team gerückte Baris Atik konnte diese gegen St. Pauli nicht setzen.

Systemumstellung als Schlüssel zum Erfolg?

Stürmer Patrick Schmidt hängt bei der SGD größtenteils in der Luft, ihm fehlt die Unterstützung. Eine Möglichkeit wäre eine Umstellung des Systems auf zwei Stürmer, um wieder für mehr Gefahr zu sorgen.

Denn auch wenn durch das Unentschieden zwischen Karlsruhe und Osnabrück (1:1) der Abstand auf den KSC, der den Relegationsplatz innehat, nicht größer wurde, beträgt er immerhin noch drei Punkte, auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz sind es gar sechs.

Am Samstag wartet Abstiegskandidat Bochum auf die SGD

"Die anderen rennen nicht weg", sagte Chris Löwe und gab sich nach dem Spiel optimistisch. Schließlich holten die Dresdner nach der Winterpause aus vier Partien fünf Punkte und verkürzten so den Rückstand auf den Relegationsrang von sechs auf drei Zähler.

Zeit, sich darauf auszuruhen, haben die Sachsen jedoch nicht. Schon am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker) kommt mit dem VfL Bochum ein weiterer Abstiegskandidat ins heimische Rudolf-Harbig-Stadion. Die Bochumer haben vier der vergangenen fünf Spiele verloren. Mit einem Dreier könnte Schlusslicht Dresden bis auf zwei Punkte an den VfL heranrücken.

lb/kon