Bundesliga

Werder Bremen bangt um Vogt - Baumann stärkt Kohfeldt den Rücken

Baumann stärkt Kohfeldt weiter den Rücken

Bremen hadert mit Standards und bangt um Vogt

Kevin Vogt

Verließ den Innenraum mit dick bandagiertem Knie: Kevin Vogt. imago images

"Wir haben in der ersten Hälfte gar nicht so schlecht gespielt, dann aber komplett naive Gegentore bekommen. Nach dem 0:2 setzt sich das noch fort. Ein Querlauf in der Kette wie beim 0:3 darf nimals passieren. Und dann ist es natürlich schwierig, Zugriff zu kriegen, wenn sie auf Halten spielen", resümierte Florian Kohfeldt bei "Sky" nach der Partie. Auch in Sachen Analyse der Tore hielt der Werder-Coach mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg: "Beim Ersten war es ein klares Aufmerksamkeitsdefizit von Yuya (Osako; d. Red.); er hofft, dass der Ball hinten geklärt wird und läuft nicht durch - das geht nicht. Das Zweite habe ich nicht richtig gesehen, mir aber sagen lassen, dass Milos (Veljkovic) den Körperkontakt nicht so aufgenommen hat, wie er muss. Da muss man stabil bleiben, dass ist überhaupt keine Frage."

Auch Maximilian Eggestein, der in Leipzig die 5. Gelbe Karte sah und damit am kommenden Samstag gegen Dortmund fehlen wird, zeigte sich angesichts der Gegentore frustriert. "Standards zu trainineren ist nicht immer einfach. Aber wir haben jetzt 17 Gegentore nach Standards kassiert, das ist viel zu viel. Da müssen wir uns natürlich hinterfragen, woran es lag und mehr fokussieren. Es ist nicht einfach zu erklären."

Spielersteckbrief Vogt

Vogt Kevin

Spielersteckbrief Osako

Osako Yuya

Spielersteckbrief Veljkovic

Veljkovic Milos

Trainersteckbrief Kohfeldt

Kohfeldt Florian

Neben Eggestein wird Werder in der kommenden Woche und womöglich auch deutlich darüber hinaus auf Abwehrspieler Kevin Vogt verzichten müssen. Die Leihgabe der TSG Hoffenheim verletzte sich Mitte der zweiten Hälfte am linken Knie und verließ den Stadioninnenraum stark humpelnd. Eine genaue Diagnose gab es zunächst nicht.

Kohfeldt bleibt kämpferisch, Baumann überzeugt

Trotz der wieder einmal verschlimmerten Personallage - Rechtsverteidiger Teodor Gebre Selassie war erst gerade nach mehrwöchiger Pause ins Team zurückgekehrt - verlor Kohfeldt auch nach der neuerlichen Pleite nicht den Mut, sondern ordnete die Niederlage von Leipzig nüchtern ein: "Wir sind hier als 17. hingefahren gegen eine Mannschaft, die um die Meisterschaft spielt. Natürlich wollten wir gewinnen, man hat einige Ansätze gesehen, aber das Ergebnis ist nicht komplett unerwartet. Wir müssen weitermachen, auch wenn jetzt Dortmund kommt und das auch nicht leichter wird. Aber ich werde weiter genauso kämpferisch sein."

Zuspruch und Vertrauen erhält Kohfeldt auch weiterhin aus der Bremer Führungsriege: "Ich habe mich in den letzten Tagen und Wochen auch schon dazu geäußert und daran hat sich nichts geändert", sagte Geschäftsführer Frank Baumann nach der Partie in Leipzig. Er gehe davon aus, dass Kohfeldt "weiter mit der Mannschaft arbeitet, ihr Handlungsoptionen aufzeigt. Das tut er. Das erlebe ich jeden Tag. Wir sind überzeugt, dass 'Flo' der richtige Trainer für uns ist. Das ist keine Nibelungentreue, sondern unsere Überzeugung."

jom

Bilder zur Partie RB Leipzig - Werder Bremen