Int. Fußball

Österreich: RB Salzburg will Triple - LASK kommt zum Topspiel

Topspiel gegen Ismaels LASK eröffnet Restrunde

Haaland weg, Minamino weg - reicht's für Salzburg zum Triple?

Valerien Ismael und Jesse Marsch (re.)

Rivalen um den Titel in Österreich: Valerien Ismael und Jesse Marsch (re.). imago images

Sechs Titel in Serie hat RB gewonnen. Neben Nummer sieben will Salzburgs Trainer Jesse Marsch auch den sechsten Pokal-Titel seit 2014 einfahren und - das wäre ein historisches Triple - auch die Europa League gewinnen. Da geht es bekanntlich zunächst gegen die Frankfurter Eintracht um den österreichischen Trainer Adi Hütter.

In der langen Winterpause hat sich in der Mozartstadt mal wieder einiges geändert. Ein gewisser Erling Haaland ist weg, Takumi Minamino und Marin Pongracic auch. Drei hochkarätige Rote Bullen, die jetzt in Dortmund, Liverpool und Wolfsburg ihre Karriere fortsetzen. Doch trotz dieses substanziellen Aderlasses ändert sich die Zielvorgabe in Salzburg nicht: Weitere Titel sollen her!

Okafor, Adeyemi und Berisha sollen die Lücken schließen

"Wir haben Erfahrung im Füllen von personellen Lücken", sagt Sportdirektor Christoph Freund und unterstreicht sein ähnlich gutes Gefühl wie vor sieben Monaten, als es den Abgang von Trainer Marco Rose und fünf Schlüsselspielern zu verkraften galt.

Junge Wilde rücken mal wieder auf: Noah Okafor (19), Karim Adeyemi (18), Mergim Berisha (21). Sie sollen die Klub-Philosophie verkörpern - jung, schnell, explosiv, kreativ, erfolgshungrig. Von Schnäppchen kann allerdings keine Rede mehr sein: Okafor, das Riesentalent mit Länderspiel-Erfahrung für die Schweiz, kam aus Basel, kostete elf Millionen Euro und ist der teuerste Transfer in Österreichs Fußball-Geschichte. Um den gebürtigen Münchner Adeyemi (vom Farm-Team FC Liefering), Sohn eines Nigerianers und einer Rumänin, soll sogar der FC Barcelona mitgeboten haben. Und mit dem in Berchtesgaden geborenen Berisha kommt ein Leihspieler von Ligarivale Altach mit der Bilanz von 14 Toren in 31 Spielen zurück. Die Youngster verstärken ein Team, das weiter Meisterfavorit ist und dies am Abend vor ausverkauften Rängen gegen Verfolger LASK beweisen will.

Ismael freut sich "riesig auf die Liga und Salzburg"

Die Linzer um Trainer Valerien Ismael reisen mit zwei Punkten Rückstand an die Salzach. "Wir freuen uns riesig auf die Liga und Salzburg", sagte der ehemalige Werder- und Bayern-Profi im kicker-Interview. Wie sieht der 44-Jährige die Chancen seiner Mannschaft im Titelkampf?

"Im Moment läuft noch die Grundrunde, nach 22 Spielen werden die Punkte dann halbiert", so Ismael. "Die Runde jetzt hat eine geringere Bedeutung als das Meister-Play-off. Die aktuelle Platzierung spielt da eigentlich keine Rolle. Danach geht's dann los um die Meisterschaft, dann können wir sagen, wo wir hinwollen."

"Gegen Salzburg spielt man gegen ein System"

Am Abend rechnet er sich für seine Mannschaft mehr Räume für schnelles Umschaltspiel aus. "Unsere Basis ist die Arbeit gegen den Ball, mit vielen Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte", erklärt Ismael. Dass RB nun ohne Haaland & Co. auflaufen wird, spielt für ihn keine sonderlich große Rolle: "Gegen Salzburg spielt man nicht gegen einzelne Spieler, sondern ein System."

"Wir sind unangenehm für alle Gegner, auch für Salzburg": Lesen Sie das komplette Interview mit Valerien Ismael in der aktuellen Donnerstag-Ausgabe des kicker.

aho/hh/hw

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