3. Liga

1. FC Kaiserslautern einigt sich mit Stadt über Stadionpacht - Genehmigung unter Vorbehalt

Keine Abgabe von Anteilen - Merk: "Noch keine Lösung"

FCK einigt sich mit Stadt über Stadionpacht - Genehmigung unter Vorbehalt

Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern

Immer wieder Gegenstand harter Verhandlungen: die Pacht für das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern. imago images

Lange hatte der FCK mit den Verantwortlichen der Stadt um eine Einigung in der Frage nach der Stadionpacht gerungen. Zündstoff bekamen die Verhandlungen, nachdem Kaiserslauterns Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) seine Forderung in der Öffentlichkeit ausführte, Anteile an der ausgegliederten Fußballabteilung des viermaligen deutschen Meisters im Gegenzug für einen weiteren Mietnachlass zu erhalten. Scharfe Kritik und heftige Vorwürfe seitens der FCK-Verantwortlichen um den Beiratsvorsitzenden Markus Merk waren die Folge.

Am Samstag nun genehmigte der Stadtrat den Antrag des Drittligisten auf erneute Pacht-Reduzierung - unter Vorbehalt. Der Ball wird zurückgespielt an das Land Rheinland-Pfalz, und zwar an dessen Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde ADD in Trier. "Jetzt haben wir eine Zustimmung zu einem Antrag, aber noch keine Lösung. Unser größter Gegner ist die Zeit", sagte der FCK-Beiratsvorsitzende Markus Merk und kritisierte die neuerliche Verzögerung. Der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Keßler zeigte sich indes "zuversichtlich", dass es einen positiven Bescheid von der ADD geben werde.

Stadt und FCK einigten sich auf einen Kompromiss - ohne den umstrittenen Anteile-Deal. Der Stadtrat folgte in einer Sitzung einem nachgebesserten Vorschlag des Drittligisten, die Pacht für die WM-Arena von 2006 in den Spielzeiten 2020/21 und 2021/22 in der 3. Liga auf 625.000 Euro festzulegen.

Sollten die Roten Teufel aufsteigen, würde die Pacht statt regulär 3,2 Millionen Euro auf 2,4 Millionen Euro betragen. Zudem soll die stadteigene Stadiongesellschaft unter anderem an Erlösen aus dem DFB-Pokal sowie an zusätzlichen Zuschauer-Einnahmen beteiligt werden.

pau/kon