Bundesliga

Bruma und das positive Mainz-Gefühl

Wiedersehen mit zwei Ex-Vereinen

Bruma und das positive Mainz-Gefühl

Jeffrey Bruma

In Mainz angekommen: Jeffrey Bruma. imago images

Der 22. und 23. Spieltag wird für Bruma zum Duell mit den Ex-Klubs. Am Sonntag (18 Uhr, LIVE! bei kicker.de) geht es zunächst gegen Schalke 04, für das er in der vergangenen Rückrunde aufgelaufen war. Eine Woche später reist Mainz zum VfL Wolfsburg, dessen Trikot Bruma bis Ende Januar 2020 trug. Mainz 05 ist sein dritter Bundesligaverein innerhalb eines Jahres.

Obwohl Bruma erst vor zwei Wochen bei den Rheinhessen anheuerte, identifiziert er sich bereits voll mit der neuen Aufgabe. Auch wenn der 25-malige niederländische Nationalspieler aufgrund seiner Vita aus dem FSV-Kader heraussticht, Chef-Allüren sind ihm fremd : "Ich bin kein Fan von Wörtern wie Abwehrchef oder so, wir sind alles wichtige Spieler und müssen unser Ziel zusammen erreichen." Der Sieg bei Hertha soll der Auftakt einer Serie werden. "Berlin war ein guter Anfang, das wollen wir ausbauen", betont Bruma.

"Ich habe nicht herumgemeckert"

Nachdem der VfL im Winter auf Transfermarkt tätig geworden war, war dem Innenverteidiger klar, was die Stunde geschlagen hat nach neun Hinrundeneinsätzen. "Es ist normal im Fußball, dass der Trainer eine Entscheidung trifft. In meinem Fall war sie negativ, aber ich habe nicht herumgemeckert. Ich habe mir gesagt, wenn sich die Chance ergibt woanders Spielpraxis zu bekommen, dann mache ich das. Ende Januar zeigten einige Vereine, auch aus der Bundesliga, Interesse. Bei Mainz hatte ich sofort das Gefühl, dass es eine gute Lösung ist - und ich versuche immer, meinem Gefühl zu folgen."

Eine Kaufoption, wie vor einem Jahr auf Schalke der Fall, konnten sich die "kleinen Mainzer" nicht sichern, dazu sind die Gehaltsunterschiede zwischen dem VfL und dem FSV zu groß. "Im Sommer kann alles passieren, wie es dann weitergeht, darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich will erst einmal in den nächsten drei Monaten in Mainz alles geben", erklärt Bruma.

Vielleicht findet sich ja sogar eine Lösung, dass der 28-Jährige über den Juni hinaus am Bruchweg bleibt. Dass er für die Mainzer Ende Januar erschwinglich wurde, kam ebenfalls überraschend. Bruma: "Natürlich sind Wolfsburg und Schalke in einer anderen Gehaltsklasse, aber man muss als Spieler selber entscheiden, was man wirklich will. Einer macht so, der andere so. Ich habe mich dafür entschieden, zu spielen."

Michael Ebert

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