Bundesliga

FC Augsburg: Trainer Schmidt nimmt Niederlechner in die Verantwortung

Augsburg: Top-Stürmer gegen Ex-Klub auch "als Typ gefragt"

Schmidt nimmt Niederlechner in die Verantwortung

Florian Niederlechner

Hat in Augsburg eingeschlagen: Florian Niederlechner. imago images

Für 2,5 Millionen Euro sicherte sich der FCA im vergangenen Mai die Dienste des in Freiburg unzufriedenen Stürmers, der kurz vor der Geburt seines Sohnes auch aus privaten Gründen zurück Richtung bayerische Heimat wollte. Aus heutiger Sicht war der Deal für Augsburg ein echtes Schnäppchen. Mit elf Saisontreffern und neun Vorlagen hat Niederlechner die Erwartungen bei weitem übertroffen und seine persönliche Tor-Bestmarke aus der Spielzeit 2016/17 bereits eingestellt.

Am Samstag (15.30 Uhr) kommt es nun zum zweiten Wiedersehen mit den alten Kollegen. Das sei für Niederlechner "eine Riesengeschichte", sagt FCA-Coach Schmidt: "Er ist speziell im Fokus und will natürlich seinen alten Kollegen zeigen, was er kann, und das mit einem Tor dokumentieren." Beim 1:1 im Hinspiel war dem Stürmer dies bereits gelungen.

Niederlechner beweist Führungsqualitäten

Der Wechsel von Freiburg nach Augsburg sei für Niederlechner "persönlich ein wichtiger Schritt" gewesen, findet Schmidt. Zum einen, weil dem Profi die Nähe zur Heimat guttue. Zum anderen, weil er in einem neuen Team eine neue Rolle eingenommen habe: "Er hat Führung übernommen, anhand von Toren und Assists, aber auch öffentlich in den Medien. Auch da macht er seine Erfahrung."

Gerade nach der 0:5-Klatsche in Frankfurt sieht Schmidt seinen Top-Stürmer nicht nur als Torschützen und -Vorbereiter in der Verantwortung, sondern auch als Führungsfigur. Niederlechner sei "als Typ gefragt", er müsse auf dem Platz mit seinen Läufen und Sprints vorangehen, um andere mitzureißen. In Sachen Laufstärke und Einsatz ist Niederlechner generell ein Vorbild, kein anderer Stürmer hat in der Bundesliga in dieser Saison so viele Kilometer zurückgelegt wie er (232, Platz sechs unter allen Spielern).

Was Läufe und Sprints gegen den Ball angeht, erkannte Schmidt bei seinem Team zuletzt jedoch ein Defizit. Gegen Freiburg komme es nun darauf an, diese "Extrameter" wieder zu gehen. Eine Extramotivation könnte für Niederlechner die Einladung ins ZDF-Sportstudio am Samstagabend sein, glaubt Schmidt: "Keiner will da hin, um über eine Niederlage oder ein schlechtes Spiel zu sprechen."

David Bernreuther

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