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Carles Perez: "Barça ist Vergangenheit" - und die Roma die Zukunft

Neuer Rechtsaußen der Giallorossi hat Großes vor

Carles Perez: "Barça ist Vergangenheit" - und die Roma die Zukunft

Carles Perez ist neuer Rechtsaußen bei der AS Rom.

Optimismus versprühend: Carles Perez möchte bei und mit der AS Rom Richtung Champions League durchstarten. imago images

Während der Übergang von Dezember bis Januar für die AS Roma noch geklappt hatte, machte sich seither doch ein wenig das Wort Krise breit. Denn erst verloren die Giallorossi den Kracher gegen Meister Juventus und zugleich Aushängeschild Nicolo Zaniolo (Kreuzbandriss), ehe das Aus im Viertelfinale der Coppa Italia (1:3 in Turin) und seither noch drei sieglose Serie-A-Partien folgten. Gerade die verschlafene Anfangsphase beim 2:4 in Sassuolo und das doch auch überraschende 2:3 gegen Bologna verschlechterten das bis dato gute Tabellenbild merklich.

Inmitten dieser Phase hatten die Verantwortlichen außerdem noch Personelles abzuhandeln: Ur-Römer Alessandro Florenzi, der unter Coach Paulo Fonseca nicht mehr unumstritten war, ließ sich zum FC Valencia ausleihen - dann platzte der Transfer von Matteo Politano. Der in Rom geborene und bei der Roma ausgebildete Flügelspieler von Inter Mailand hatte sich bereits beim Medizincheck in der "Ewigen Stadt" gezeigt, nur um letztlich nach Neapel ziehen zu müssen (Tausch mit Leonardo Spinazzola kam nicht zustande).

"Ich habe die Roma immer schon als großen Klub angesehen"

Also musste weiter nach einem offensiven Ersatz für Zaniolo gesucht werden. Namen wie Xherdan Shaqiri (blieb beim FC Liverpool), Suso (ging zum FC Sevilla) oder der zwischen 2016 und 2019 bei der Roma bereits erfolgreiche Stephan El Shaarawy (musste bei Shanghai Shenhua bleiben) wurden gehandelt - und blieben im Reich der Spekulationen.

Carles Perez ist Neuzugang bei der AS Rom.

Muss sich in der Serie A mit beinharten Verteidigern messen: Romas neuer Flügelflitzer Carles Perez. imago images

Am Ende fiel die Wahl auf Carles Perez vom FC Barcelona. Der 21-jährige Rechtsaußen wurde inklusive verpflichtender Kaufoption ausgeliehen (im Sommer werden elf Millionen Euro plus mögliche Boni fällig, Vertrag bis 2024) - und hat nach zwei Serie-A-Einwechslungen Großes vor. "Barça ist Vergangenheit", hat der Spanier nun mitgeteilt, nachdem der in Katalonien aufgewachsene, zunächst bei Espanyol Barcelona (2008-2012) und dann eben beim FCB (2012-2019) ausgebildete Offensivmann im Team um Lionel Messi nur elfmal in La Liga zum Einsatz kam. "Ich habe die Roma immer schon als großen Klub angesehen. Und nach der Unterhaltung mit Trainer Fonseca, der mit gesagt hat, wie wichtig ich für dieses Team sein kann, war die Entscheidung gefallen."

Das Topspiel steht vor der Tür

Auch von der Härte, die italienische Verteidiger gegen ihn anschlagen werden, hat sich Perez nicht abschrecken lassen: "Fonseca hat mich davor schon am Telefon gewarnt. Doch ich will hier als Spieler wachsen, das Beste für die Roma geben. Und das habe ich, denke ich, in meinen ersten beiden Einsätzen schon ganz gut gemacht."

Sein drittes Spiel wird derweil direkt ein großes Duell. Denn der aktuelle Tabellenfünfte (39 Punkte) muss beim Vierten und drei Zähler stärkeren Klub Atalanta Bergamo an diesem Samstag (20.45 Uhr) bestehen. Keine Frage, eine Niederlage beim mit 61 Treffern aus 23 Partien besten Angriff des italienischen Oberhauses wäre fatal und würde den Rückstand auf die anvisierten Champions-League-Fleischtöpfe auf sechs Punkte anwachsen lassen. Das soll vermieden werden - oder auf der anderen Seite von Atalanta genutzt werden, wie es Bergamos Stürmer Duvan Zapata formuliert: "Wir müssen das meiste aus der aktuellen Krise der Roma machen und einen Sieg einfahren."

mag

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