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Wiedenbrück startet mit Kracher gegen Meinerzhagen - Straelen setzt auf Ex-New-Yorker

Oberligen West

Wiedenbrück startet mit Kracher gegen Meinerzhagen - Straelen setzt auf Ex-New-Yorker

Daniel Brinkmann (SC Wiedenbrück)

Auf ihn kommt es jetzt an: Ex-Profi Daniel Brinkmann (rechts) ist neuer Trainer des SC Wiedenbrück. imago

Oberliga Westfalen

Einen spektakuläreren Start hätten sich die Spielplanmacher für den Jahresauftakt der Oberliga Westfalen kaum ausdenken können: Spitzenreiter SC Wiedenbrück 2000 empfängt mit dem RSV Meinerzhagen seinen derzeit ärgsten Verfolger. Der SCW hat noch eine dicke Rechnung mit dem RSV offen, endete das Hinspiel schließlich 5:0 für Meinerzhagen. Ron Berlinski eröffnete und schloss den Torreigen, dazwischen trafen Sven Wurm, Tim Treude und Fisnik Zejnullahu. Auch im Verbandspokal begegneten sich beide Teams, auch das Spiel Ende Oktober ging an Meinerzhagen (2:0) Ansonsten verlor Wiedenbrück kein Spiel mehr, mit einer Ausnahme: Beim SC Paderborn II setzte es Anfang Dezember eine weitere 0:5-Klatsche.

Nichtsdestotrotz überwinterte der SCW auf Platz eins. Allerdings sahen die Verantwortlichen "negative Tendenzen" in der Mannschaft und trennten sich deswegen rund um den Jahreswechsel von Trainer Björn Mehnert. SCW-Spieler Daniel Brinkmann übernahm gemeinsam mit seinem Teamkollegen Oliver Zech und dem bisherigen Co-Trainer Dirk Flock. Das Trio durfte sich im spielfreien Winter über Erfolgserlebnisse freuen: Die Stammspieler Tim Geller und David Hüsing verlängerten ihre auslaufenden Verträge.

Meinerzhagen kommt am Sonntag mit reichlich Selbstvertrauen ins Jahnstadion, haben die Schützlinge der Trainer Jonas Ermes und Mutlu Demir schließlich am 22. September (1:4 bei Paderborn II) zuletzt ein Pflichtspiel verloren.

Anschluss an das Spitzenduo will Rot Weiss Ahlen halten. Für den ehemaligen Zweitligisten geht es am Sonntag zum achtplatzierten SV Westfalia Rhynern. Für die Hammer SpVgg soll nach bislang fünf mickrigen Zählern auf der Habenseite nun alles besser werden. Los geht die mögliche Aufholjagd des Schlusslichts beim TuS Ennepetal.

Oberliga Niederrhein

Zehn Punkte Vorsprung bei einem Spiel weniger: Kein Wunder, dass Inka Grings, Trainerin des Oberliga-Niederrhein-Spitzenreiters SV Straelen, unlängst meinte, man könne sich nur selbst stoppen. Am Samstag will das jedoch erstmal der SC Velbert erledigen, der vor der Herkulesaufgabe beim Tabellenführer steht. Diese Woche wurde übrigens bekannt, dass Peter Radojewski - aktuell bei Ligakonkurrent Cronenberger SC unter Vertrag - ab Sommer Trainer des SC Velbert wird. Auch der Tabellenzweite 1. FC Monheim muss sich am Samstag mit Velbert auseinandersetzen, allerdings beim TVD Velbert.

Straelen hat sich übrigens mit einem interessanten Mann verstärkt: Mittelfeldspieler Konstantin Möllering, der zuletzt vereinslos war, spielte unter anderem auch schon in den USA bei Cosmos New York. Der Zehner, der bei Preußen Münster das Fußballspielen lernte, wird im Unternehmen von Präsident Hermann Tecklenburg eine Ausbildung beginnen und somit Straelen wohl etwas länger erhalten bleiben.

So klar Straelen oben thront, so abgeschlagen siechen der SC Velbert, Union Nettetal, der Cronenberger SC und die Sportfreunde Niederwenigern 1924 auf den Abstiegsplätzen vor sich hin. Dem SCV fehlen zehn Punkte auf das rettende Ufer, den anderen Drei sogar noch mehr. Um nächste Saison doch noch fünftklassig aufzulaufen, müssen ab sofort Siege her.

stw