2. Bundesliga

Änis Ben-Hatira beim Karlsruher SC von Beginn an?

Karlsruher SC: Neuzugang vor erstem Startelfeinsatz

Ben-Hatira von Beginn an: Wagnis oder Problemlöser?

Änis Ben-Hatira

Bald in der Startelf? Änis Ben-Hatira bei seinem KSC-Debüt in Hamburg. imago images

Seit Anfang Dezember hat der Karlsruher SC keinen einzigen Punkt mehr in der 2. Bundesliga geholt. Fünf Spiele in Folge gingen verloren, hinzu kommt das Pokal-Aus bei Regionalligist Saarbrücken. Das große Manko in dieser Zeit: die Offensive. Die zurückliegenden fünf Pflichtspiele beendeten die Badener allesamt torlos, den letzten Treffer erzielte Philipp Hofmann beim 1:5 gegen Fürth Mitte Dezember.

Vor dem Heimspiel gegen Mitaufsteiger Osnabrück gibt Coach Christian Eichner vor: "Das ist unsere Kragenweite, da können wir gewinnen." Dazu muss sich aber zwingend etwas an der Torflaute ändern. Eine Option, um offensive Akzente zu setzen: Änis Ben-Hatira. Der 31-jährige Winter-Neuzugang verfügt über die Qualitäten, die dem KSC auf den Außenbahnen zuletzt abgingen: Tempo, Torgefahr, spielerische Finesse. Deshalb tendiert Eichner wohl auch dazu, den langjährigen Bundesligaspieler (101 Einsätze für den HSV, Hertha BSC, Eintracht Frankfurt und Darmstadt 98) am Sonntag gegen Osnabrück (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) von Beginn an zu bringen.

Fitness? Spielpraxis? Ben-Hatira-Einsatz mit Fragezeichen

Ben-Hatira in der Startelf, das könnte ein Lösungsansatz ein. Aber es ist auch ein Wagnis. Denn der zuletzt für Honved Budapest aktive Offensivmann hat zuletzt kaum Spielpraxis gesammelt, vor seinem Wechsel nach Karlsruhe war er in drei Monaten nur zu zwei Einsätzen in der ungarischen Liga gekommen, zudem vor seinem Engagement bei den Badenern rund eineinhalb Monate vereinslos. Damit schließt sich die Frage an, ob Ben-Hatiras Fitness für einen Startelfeinsatz ausreicht.

Bei seinem Debüt im KSC-Trikot beim 0:2 in Hamburg zuletzt konnte Ben-Hatira noch keine Akzente setzen, wurde allerdings auch erst in der 75. Minute eingewechselt. Ben-Hatira ersetzte auf der rechten Seite den eher defensiv denkenden Burak Camoglu. Dass er im Heimspiel gegen den Mitaufsteiger nun den Vorzug erhält, scheint also trotz aller Fragezeichen eine gut denkbare Option.

mib/pp

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