Eishockey

Zucker läutet die heiße Transferphase ein

Pittsburgh ertauscht sich Außenstürmer aus Minnesota

Zucker läutet die heiße Transferphase ein

Jason Zucker

Statt in St. Paul, Minnesota, nun in Pittsburgh aktiv: Jason Zucker. imago images

General Manager Jim Rutherford ist bekannt dafür, frühzeitige und mitunter auch risikoreiche Tauschgeschäfte durchzuführen - so auch in dieser Saison. Denn der Sportchef der Penguins verpflichtete Außenstürmer Jason Zucker von der Minnesota Wild für einen durchaus stolzen Preis. So erhielt der Klub aus St. Paul im Gegenzug ein Draftrecht der ersten Runde 2020 (könnte auf 2021 verschoben werden, falls Pittsburgh sich nicht für die Play-offs qualifiziert) sowie das hoch eingeschätzte Talent Calen Addison. Der 19-jährige Verteidiger war Anfang Januar mit Kanada in tragender Rolle U-20-Weltmeister geworden.

Neben den beiden zukunftsträchtigen Bestandteilen des Transfers erhielt Wild-Manager Bill Guerin, der noch bis zum Sommer 2019 als Assistent von Rutherford in Pittsburgh gearbeitet hatte, auch noch den ehemaligen Erstrunden-Draftpick Alex Galchenyuk. Der mittlerweile 26-Jährige, der 2012 schon an Position drei von Montreal ausgewählt worden war, konnte sich nach seiner Zeit bei den Canadiens (bis 2018) und der Zwischenstation Arizona auch in Pittsburgh - trotz knapp fünf Millionen US-Dollar Jahresverdienst - nicht vollends durchsetzen und diente den Penguins in dem Deal vor allen Dingen dazu, Zuckers Salär von 5,5 Millionen Dollar pro Jahr (noch bis 2023) unter dem Salary Cap aufnehmen zu können.

Der 28-jährige Zucker soll in Pittsburgh zum einen den noch mindestens bis Ende April ausfallenden Torjäger Jake Guentzel ersetzen und den Penguins zum anderen, dank Tempo und Spielstärke, noch mehr Durchschlagskraft für die Offensive einbringen. Schon in der Nacht auf Mittwoch bestritt Zucker an der Seite von Superstar Sidney Crosby seinen ersten Auftritt für Pittsburgh, blieb beim 1:2 nach Overtime gegen Tampa Bay aber ohne Scorerpunkt.

Boston & Co. nun unter Zugzwang

Mit Zuckers Verpflichtung hat Rutherford nun den Druck auf andere Play-off- und Titelanwärter wie Boston, St. Louis, Colorado oder auch Edmonton und Calgary erhöht, die sich allesamt noch mit gutklassigen Angreifern zu verstärken hoffen. Gut möglich daher, dass der (mit Ausnahme des Hall-Transfers nach Arizona) in der laufenden Saison bislang laue Transfermarkt schon in den kommenden Tagen weiter an Fahrt aufnimmt.

jom