2. Bundesliga

VfB dankt Joker Al Ghaddioui und bleibt oben dran

Bielefeld marschiert - Aues Heimnimbus ist Geschichte

VfB dankt Joker Al Ghaddioui und bleibt oben dran

Der VfB-Joker sticht: Al Ghaddioui jubelt über das 1:0 in Bochum.

Der VfB-Joker sticht: Al Ghaddioui jubelt über das 1:0 in Bochum. imago images

VfB siegt mal wieder auswärts - Joker Al Ghaddioui sticht für den VfB

Der VfB Stuttgart bleibt nach dem hauchdünnen 1:0 in Bochum am Führungsduo aus Bielefeld und Hamburg dran - die Schwaben sind nach dem Montagsspiel beim VfL punktgleich mit dem HSV und liegen drei Zähler hinter den Arminen. Bei der Mannschaft von Thomas Reis lieferte der VfB zunächst eine überlegene erste Hälfte ab, doch ließ die Matarazzo-Elf zahlreiche gute Gelegenheiten aus. Vor allem Wamangituka, der sich auf der linken Bahn etliche heiße Duelle mit Gamboa lieferte, hatte die Führung der Gäste mehrfach auf dem Fuß. Nach dem Seitenwechsel wurden die Hausherren mutiger und schnupperten selbst am 1:0, doch letztlich blieben auch die Offensivbemühungen der Bochumer erfolglos. In der Schlussphase erlaubte sich dann der VfL-Defensivmann Decarli einen Blackout im Aufbau und der VfB-Joker Al Ghaddioui vollstreckte eiskalt zum Sieg für die Gäste. Bochum bleibt nach der späten Niederlage zwei Punkte vor dem Relegationsplatz auf Rang stehen, der VfB siegte erstmals seit dem 27. September (1:0 in Bielefeld) wieder mal auswärts.

Alvarez-Schocker für den KSC in der Nachspielzeit

Der Karlsruher SC hat seinen Negativlauf gegen den VfL Osnabrück nicht beenden können und eine 1:0-Führung in der Schlussphase trotz Überzahl hergeschenkt. Kurz vor der Halbzeitpause hatte Hofmann die Badener in Führung geschossen. Ohnehin hatte die erste Hälfte einiges zu bieten - Osnabrücks Ceesay flog nach einer unglücklichen Attacke gegen Carlson vom Platz und verursachte einen Elfmeter - Wanitzek scheiterte an VfL-Keeper Kühn. Im zweiten Abschnitt agierten die zehn Osnabrücker mutig nach vorne - Heiders Ausgleich aus Abseitsposition zählte zu Recht nicht. Als die Elf von Interimstrainer Christian Eichner in den letzten Minuten der Partie immer fahriger wurde, markierte Alvarez für die Niedersachsen in der Nachspielzeit den verdienten 1:1-Endstand. Die Karlsruher müssen damit weiter seit Ende November auf ein Erfolgserlebnis warten, klettern mit dem Remis aber immerhin auf Platz 16.

Kiel zerstört Aues Heimserie

Im Erzgebirge stand für Aue der Heimnimbus auf dem Spiel - zehnmal blieben die Sachsen in dieser Runde schon ungeschlagen, gegen Holstein Kiel setzte es nun den ersten Dämpfer. Die Störche gewannen dank ihrer spielerischen Klasse und einer abgeklärten Vorstellung - das Ergebnis fiel mit 2:1 für die Holsteiner allerdings knapp aus. Özcan und Iyoha trafen für die Mannschaft von Trainer Ole Werner, die mit dem Auswärtssieg auf Platz fünf springt. Für die Erzgebirger konnte Joker Nazarov kurz für Hoffnung sorgen, doch Zählbares sollte diesmal zuhause nicht herausspringen.

Höhn: Darmstadts Matchwinner fliegt

Darmstadt konnte sich beim knappen 1:0-Heimsieg gegen Sandhausen bei Immanuel Höhn bedanken, der ein ausgeglichenes Spiel mit seinem Kopfballtreffer nach einer Ecke entschied. Der Matchwinner der Lilien durfte das Spiel nach seinem Tor allerdings nur noch drei Minuten genießen, denn dann flog Höhn mit der Ampelkarte vom Platz.

Auswärtsstarkes Bielefeld siegt auch in Fürth

Arminia Bielefeld navigiert weiter unbeirrt auf Erfolgskurs. Die Ostwestfalen gewannen am Samstag nach Toren von Brunner und Klos vor sowie Soukou (Elfmeter, Burchert an Klos) und Jaeckel (Eigentor) nach der Pause mit 4:2 (2:0) bei der SpVgg Greuther Fürth, die damit zum zweiten Mal hintereinander im eigenen Stadion den Kürzeren zog. Die von Uwe Neuhaus trainierten Gäste feierten einen verdienten achten Auswärtsdreier (27 Punkte in der Fremde) und stehen nun bei 44 Zählern. DSC-Mittelstürmer Klos stockte sein Trefferkonto in dieser Spielzeit bereits auf 15 Tore auf. Ein Treffer nach der Pause wurde dem 32-Jährigen wegen einer Abseitsstellung durch den VAR aberkannt (62.).

90.+6! Pohjanpalo antwortet Teuchert

Bielefelds Vorsprung vor dem Hamburger SV beträgt nun drei Punkte, weil die Hecking-Elf im Derby bei Hannover 96 nicht über ein 1:1 hinauskam und dabei noch Glück hatte. Teuchert (51.) stand wenige Sekunden davor, zum Derbyhelden zu werden. Doch Pohjanpalo spuckte den Niedersachsen mit seinem Kopfballtreffer nach Ecke in der sechsten Minute der Nachspielzeit noch in die Suppe! Gerade noch so konnte die Hecking-Elf somit die vierte Saisonniederlage verhindern.

VAR in Regensburg: Schäfflers Tor zählt nicht, Wekessers schon

Regensburg zeigte nach dem 0:6 in Bielefeld die richtige Reaktion und gewann sein Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden mit 1:0. Während Schäfflers Tor für die Gäste nach VAR-Intervention aberkannt wurde, zählte Wekessers Treffer nach Studium der TV-Bilder (52.). Auch ohne den gesperrten Kapitän Grüttner rückte der nach der Pause bessere Jahn auf Tabellenplatz fünf vor, während der SVWW aus dem Keller nicht wegkommt.

2. Bundesliga, 22. Spieltag

Dovedan-Blitztor - Kleindienst rettet FCH-Punkt

Beim 2:2 im Hinspiel hatte Nikola Dovedan gegen Ex-Klub Heidenheim die Führung erzielt - und auch dieses Mal war der Nürnberger wieder zur Stelle, und das sogar nach wenigen Sekunden. Der FCN erwischte also einen Start nach Maß an der Brenz, doch der FCH ließ sich davon nicht entmutigen und erarbeitete sich mehrere gute Chancen. Kurz vor der Pause traf dann Kleindienst zum verdienten 1:1. Beinahe hätte Dovedan seinen Anpfiff-Coup wiederholt, verfehlte aber kurz nach Wiederbeginn das Tor knapp. Besser machte es der agile Behrens in der 62. Minute, wieder lag Nürnberg in Front. In der 72. Minute wurde ein Treffer von Margreitter die Anerkennung verweigert, Frey stand bei der Hereingabe von Geis im Abseits und griff aktiv in die Szene ein (72.). Auf der anderen Seite verfehlte Multhaup den erneuten Ausgleich um Zentimeter, der letztlich aber erneut Kleindienst nach einer Ecke gelang (83.). Es blieb am Ende beim Remis, das letztlich auch in Ordnung ging.

St. Pauli scheitert an Broll und dem Aluminium

Auch in Hamburg gab es eine Rückkehr, Dresden-Coach Markus Kauczinski war auf St. Pauli zu Gast. Die erste Hälfte war ein einziges Powerplay der Hausherren, allein der Treffer fehlte. Keeper Broll lenkte unter anderem Miyaichis Linksschuss an den Pfosten (15.) und stand bis zur Pause noch mehrere Male im Mittelpunkt. Die Hamburger ließen nach der Pause etwas nach, durften zunächst keine Großchancen mehr verbuchen - und mussten in der 85. Minute eine Schrecksekunde überstehen. Referee Schlager entschied zunächst auf Elfmeter (Zander an Löwe), nahm die Entscheidung aber nach längerem Aufenthalt am Video-Bildschirm zurück und zeigte Löwe wegen Schwalbe die Gelbe Karte. Kurz vor Abpfiff wurde es dann richtig turbulent: Buchtmann und Miyaichi trafen unmittelbar hintereinander beide Aluminium, dann hatten es die Sachsen hinter sich und den schmeichelhaften Punkt ins Ziel gebracht.

kon