3. Liga

Uerdingens Chef Stefan Reisinger sauer: "Ein bisschen wie Altherren"

Teamchef trotz Sieg gegen Großaspach unzufrieden

Uerdingens Chef Reisinger sauer: "Ein bisschen wie Altherren"

Stefan Reisinger

Uerdingens Teamchef Stefan Reisinger war trotz des Erfolges gegen Großaspach sichtlich unzufrieden. imago images

"Wir haben verdient gewonnen", sagte Reisinger nach dem 2:1-Erfolg gegen Großaspach gegenüber "Magenta Sport". Es war tatsächlich der einzige Satz, an dem man erkennen konnte, dass sein Team gerade gewonnen hatte und somit nach zwei Niederlagen zum Auftakt (0:3 gegen Bayern II, 0:1 gegen Unterhaching) nach der Winterpause erstmals drei Zähler auf das Konto des KFC Uerdingen wanderten. Ansonsten war Reisinger vor allem eines: unzufrieden. "Wir waren zu träge. Es war ein bisschen wie die Altherren. So kannst du dich zuhause einfach nicht präsentieren. Ich erwarte von jedem mehr."

Jeder ist beim Toreschießen gefragt.

Stefan Reisinger, Teamchef des KFC Uerdingen
Trainersteckbrief Steuernagel

Steuernagel Daniel

Trainersteckbrief Reisinger

Reisinger Stefan

KFC Uerdingen 05 - Vereinsdaten

Gründungsdatum

17.11.1905

Vereinsfarben

Blau-Rot

Die Krefelder dümpeln derzeit im Mittelfeld der 3. Liga auf Rang neun umher. Der Abstand zu den Abstiegsrängen beträgt neun Punkte, auf Platz drei fehlen allerdings ebenfalls sieben Zähler. Dass der KFC oben noch einmal angreifen kann, bezweifelt Reisinger: "Wenn wir so spielen wie heute, reicht es von der Qualität her nicht. Es fehlt einfach im letzten Drittel", so der 38-jährige ehemalige Stürmer. Bereits vor der Partie nahm Reisinger nicht nur die Stürmer, sondern alle Spieler in die Pflicht: "Wir müssen Chancen erzwingen. Jeder ist beim Toreschießen gefragt."

In der Tat trafen die Krefelder bislang nur 26-mal in das gegnerische Gehäuse - nur die beiden bereits weit abgeschlagenen Teams aus Jena (24) und Großaspach (22) am Tabellenende waren an den 23 Spieltagen noch ungefährlicher.

Gegen Großaspach war Reisinger vor allem von der ersten Hälfte enttäuscht: "Den ein oder anderen musstest du in der Halbzeitpause wachrütteln. Wir brauchen alle auf 100 Prozent, sonst kannst du in der Liga nichts gewinnen", so der Teamchef.

"Die Jungs müssen brennen!"

Er bemängelte außerdem die Einstellung einiger Spieler: "Jeder will immer spielen, aber das muss ich dann auch sehen. Die Jungs müssen jeden Samstag um 14 Uhr brennen!" Wen genau er damit meinte, verriet Reisinger nicht. Weltmeister Kevin Großkreutz, der noch gegen Bayern München II von Beginn an gespielt hatte, fehlte gegen Unterhaching und Großaspach beispielsweise gänzlich im Kader der Krefelder.

Ob sich die Spieler die Aussagen des Teamchefs zu Herzen nehmen, kann schon am kommenden Samstag in Ingolstadt (14 Uhr, LIVE! bei kicker) beobachtet werden. "Wir brauchen Power", sagte Reisinger abschließend mit Blick auf das schwere Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten, der sich am vergangenen Wochenende erstmals - nach zuvor 13 Partien ohne Niederlage - den Würzburger Kickers mit 1:3 geschlagen geben musste.

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