Wintersport

Neureuther wettert gegen "Parallel-Gedöns"

Ex-DSV-Star: "Liebe Leute von der FIS, das muss gestoppt werden"

Neureuther wettert gegen "Parallel-Gedöns"

Felix Neureuther

Felix Neureuther beäugt die Parallel-Events argwöhnisch. imago images

"Dieses ganze Parallel-Gedöns! Dass das Teil des Weltcups ist, das ist der größte Schwachsinn aller Zeiten", erklärte Neureuther der österreichischen Kronen-Zeitung: "Das hat nichts mit diesem Skisport zu tun, den wir lieben. Das muss weg vom Weltcup!"

Der ARD-Experte legte mit Blick auf die Parallel-Slaloms und -Riesenslaloms, die der Internationale Skiverband (FIS) im Werben um ein jüngeres Publikum seit geraumer Zeit auch als offizielle Weltcups durchführt, nach: "Nur pushen, pushen, pushen und ein, zwei Übergänge. Wir sind doch keine Snowboarder. Die Kunst, sich auf diesen schmalen Dingern zu bewegen, muss wieder in den Vordergrund rücken. Bitte, liebe Leute von der FIS, das muss gestoppt werden."

Wir Athleten werden als Spielfiguren einer Show angesehen und nicht als Akteure einer Sportart.

Alexis Pinturault

Kritik gibt es an den Wettbewerben, für die es bei den Männern nach nur zwei Rennen, bei den Frauen nach drei auch erstmals eigene Kristallkugeln gibt, auch von einigen Stars der Szene. "Ich fühle mich verschaukelt. Wir Athleten werden als Spielfiguren einer Show angesehen und nicht als Akteure einer Sportart", sagte der Franzose Alexis Pinturault, mit 27 Einzel-Weltcup-Siegen einer der erfolgsreichsten der derzeit aktiven Athleten. Der Schweizer Daniel Yule, überragender Slalomfahrer des Winters und Athletensprecher, fragte: "Sollen wir einen Boykott lancieren?"

Neureuthers klassische Zehn

Während die FIS weiter an das Parallel-Format glaubt und ab 2021 in Cortina d'Ampezzo erstmals WM-Medaillen vergeben wird, mahnt Neureuther, dass "weniger mehr" wäre und schlägt klassisch "zehn Abfahrten, zehn Riesentorläufe, zehn Slaloms" für die Saison vor. Ohne Parallel-Events.

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nik/sid