2. Bundesliga

Henk Veerman nach St. Paulis Niederlage: "Das ist mein Fehler"

St. Pauli kann auswärts einfach nicht gewinnen

Veerman: "Das ist mein Fehler"

Veerman verschießt Elfmeter gegen Kiel

Henk Veerman lässt die Ausgleichs-Chance vom Punkt liegen. imago images

Es lief die fünfte Minute der Nachspielzeit, als Stürmer Henk Veerman vom Elfmeterpunkt die Chance auf das 2:2 gegen Kiel liegen ließ. St. Pauli bekam aber sofort die nächste Chance, denn es gab - nach Rückpass vom Kieler Jonas Meffert - direkt im Anschluss indirekten Freistoß aus fünf Metern. Auch diesen brachten die Kiezkicker in Person von Viktor Gyökeres nicht im Tor unter.

Veerman ist untröstlich

Für Sportdirektor Andreas Bornemann war zwar der Elfmeter "die klarere und einfachere Chance, hier zum Punkt zu kommen". Was das Endresultat aber nicht weniger bitter macht. Untröstlich war gar Fehlschütze Veerman, der am Sky-Mikrofon lieber nicht sagen wollte, was genau in seinem Kopf nach dem vergebenen Elfmeter vorging. Er beließ es bei: "Das war mein Fehler. Ich habe das nicht gut gemacht." Dass er nach der Pause das 1:1 sehr gut gemacht hatte, interessierte den Niederländer wenig: "Ich bin glücklich mit meinem Tor, aber das bringt uns heute nichts."

Das ist für Henk wirklich schade, weil er ein gutes Tor gemacht hat. Ich mache ihm da aber keinen Vorwurf.

Jos Luhukay

Sein Trainer Jos Luhukay nahm den Stürmer nach Abpfiff sofort in Schutz: "Das ist für Henk wirklich schade, weil er ein gutes Tor gemacht hat. Ich mache ihm da aber keinen Vorwurf." Der 56-Jährige meinte, dass sein Team "aufgrund der zweiten Halbzeit schon ein Unentschieden verdient gehabt hätte. Nach dem 1:2 müssen wir leider wieder hinterher, um den Ausgleich zu erzielen."

St. Pauli auswärts - eine Bilanz des Grauens

Eigentlich schien der FC St. Pauli unschlagbar an einem Montagabend, zwölfmal in Folge blieben die Hamburger ohne Niederlage in einem Montagsspiel. Die Pleite gegen Kiel ließ diese tolle Serie reißen und eine andere, grausame Serie anwachsen. Das 1:2 war die fünfte Auswärtsniederlage in Folge, saisonübergreifend sind die Hamburger bereits seit 15 Spielen in der Fremde sieglos - unter Luhukay gab es gar noch überhaupt keinen Auswärtsdreier. Das letzte Erfolgserlebnis als Gast war gegen Paderborn am 2. März 2019 (1:0).

In dieser Saison holte man auswärts nur vier magere Pünktchen - lediglich Schlusslicht Dresden hat noch weniger Zähler auf dem Konto (drei). Mittlerweile ist der Kult-Klub vom Kiez den Abstiegsrängen wieder ganz nah, der Relegationsplatz ist nur noch einen Punkt entfernt. Für den erfahrenen Trainer ist klar, was das bedeutet - Abstiegskampf: "Wir brauchen die Augen nicht davor verschließen." Umso wichtiger ist das nächste Spiel am Freitag gegen den Tabellenletzten Dresden (18.30 Uhr).

sts