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Siebter Top-16-Triumph: Boll auf Waldners Spuren

Solja siegt bei den Frauen

Siebter Top-16-Triumph: Boll auf Waldners Spuren

Timo Boll

Siebter Sieg auf Top-16-Ebene: Timo Boll in Montreux. imago images

Timo Boll hat zum siebten Mal das europäische Top-16-Turnier gewonnen. Der Rekord-Europameister von Borussia Düsseldorf schlug am Sonntag im Finale in Montreux den Saarbrücker Bundesliga-Profi Darko Jorgic aus Slowenien in 4:1 Sätzen und qualifizierte sich dadurch auch für den prestigeträchtigen World Cup, der in diesem Jahr im Oktober in Düsseldorf stattfinden wird.

"In Montreux habe ich auch 2018 gewonnen. Es gefällt mir hier", sagte der 38 Jahre alte Boll, der in der Top-16-Historie mit der schwedischen Tischtennis-Legende Jan-Ove Waldner gleichzog. Der Olympiasieger von 1992 gewann das kontinentale Ranglistenturnier in seiner Karriere ebenfalls sieben Mal.

Solja gewinnt nach 0:2-Satzrückstand

Die deutschen Tischtennis-Profis bestätigten in der Schweiz auch ihre gute Form zu Beginn des Olympia- und Team-Weltmeisterschafts-Jahres. Denn bei den Frauen verteidigte Petrissa Solja ihren Titel aus dem Vorjahr. Die 25-Jährige vom TSV Langstadt gewann das Endspiel gegen die Niederländerin Britt Eerland nach einem 0:2-Satzrückstand noch mit 4:2. 2019 hatte Solja im Finale gegen die Rumänin Bernadette Szocs sogar einen 0:3-Rückstand noch aufgeholt.

Schüttelfrost bei Ovtcharov

An dem Turnier am Genfer See nahmen die besten 16 Spielerinnen und 16 Spieler Europas teil - mit einer Einschränkung: Pro Nation sind jeweils nur zwei Profis startberechtigt. Der Weltranglisten-14. Patrick Franziska durfte deshalb nach den Zusagen von Boll und Dimitrij Ovtcharov nicht mitspielen, obwohl er in Europa aktuell die Nummer vier ist. Titelverteidiger Ovtcharov litt in Montreux an Schüttelfrost und Fieber und musste sein Achtelfinal-Spiel gegen den Kroaten Tomislav Pucar deshalb am Samstag kurzfristig absagen.

aho/dpa